{"id":64,"date":"2011-03-08T14:09:53","date_gmt":"2011-03-08T14:09:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.levendleven.net\/?p=64"},"modified":"2018-12-09T14:43:46","modified_gmt":"2018-12-09T14:43:46","slug":"mikrokosmos","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/lebendleben.de\/index.php\/2011\/03\/08\/mikrokosmos\/","title":{"rendered":"Mikrokosmos"},"content":{"rendered":"<h2><strong>Mikrokosmos<\/strong><\/h2>\n\n    <object classid=\"clsid:D27CDB6E-AE6D-11cf-96B8-444553540000\" id=\"swfobj_0\" width=\"840\" height=\"180\" align=\"none\">\n      <param name=\"movie\" value=\"http:\/\/www.levendleven.net\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/Fountain.swf\" \/>\n      <param name=\"align\" value=\"none\" \/>\n      <!--[if !IE]>-->\n      <object type=\"application\/x-shockwave-flash\" data=\"http:\/\/www.levendleven.net\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/Fountain.swf\" width=\"840\" height=\"180\" align=\"none\">\n      <!--<![endif]-->\n        \n      <!--[if !IE]>-->\n      <\/object>\n      <!--<![endif]-->\n    <\/object>\n\n<p>INHALT:<\/p>\n<p><span style=\"color: #99cc00;\"><strong>Einf\u00fchrung &#8211; Die Explosion &#8211; Teilchen oder Leere &#8211; Das Atom &#8211; Schlu\u00dffolgerung<\/strong><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #99cc00;\"><strong>Einf\u00fchrung<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Die Stiftung Lebend!Leben macht unter anderem auf Anders-Denken aufmerksam, mit dem wir in der Lage sind, den Kosmos, die Natur, andere Menschen und uns selbst so zu sagen <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>von <\/strong><strong>innen heraus <\/strong><\/span>zu betrachten. Durch diese Praxis wird unsere Anschauung vom t\u00e4glichen Leben sich total ver\u00e4ndern. Dieser Umkehrung des Denkens kann man sich auf verschiedene Weise n\u00e4hern. Eine davon ist die Erforschung \u2013 mikrokosmisch oder makrokosmisch \u2013 des Wesens, der Struktur und Funktionsweise des Bestehenden.<\/p>\n<p>Ein makrokosmischer Ansatz geht von dem kosmischen Funktionieren im ausgedehnten Raum aus. Die mikrokosmische Betrachtung beruht auf dem Verhalten von Elementarkr\u00e4ften und Teilchen, woraus sich die Atome gebildet haben. Damit wir uns hiervon einigerma\u00dfen einen Begriff machen k\u00f6nnen, kommen wir nicht darum hin, zuerst \u00fcber das Entstehen des Weltalls nachzudenken. Obwohl das Wissen hier\u00fcber noch marginal ist (und einstweilen bleibt), sind die meisten Physiker und Astronomen sich inzwischen hinsichtlich der ber\u00fchmten Urknall-Hypothese einig. Nach einer etwa hundertj\u00e4hrigen Diskussion erlangte diese am Ende des 20sten Jahrhunderts mehr oder weniger \u00dcbereinstimmung.<\/p>\n<p>Mit dem <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>Urknall (oder Big Bang) <\/strong><\/span>k\u00f6nnte unser Universum vor etwa 15 Milliarden Jahren entstanden sein, wahrscheinlich durch die Explosion eines Riesensterns oder eines sogenannten \u2019schwarzen Loches\u2019, in dem alle Materie unter riesigem Druck konzentriert war. \u00dcberfl\u00fcssig zu sagen, dass anf\u00e4nglich die Rede war von unvorstellbar gro\u00dfer Dichte und hohen Temperaturen. Mit dieser Explosion begann die Ausdehnung des Weltalls, alles entfernte sich immer mehr voneinander und tats\u00e4chlich ist dieser Prozess seitdem ohne Unterbrechung im Gange. Nichts kann oder muss es beenden. Es ist eine <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>universelle Kraft<\/strong><\/span>, die stets alles entstehen und vergehen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Letzteres bleibt unvermindert bestehen, wenn wir der Hypothese von einigen anderen Wissenschaftlern folgen, die nicht von der Einmaligkeit des Urknalls \u00fcberzeugt sind. Wie sich alles in der Natur als ein fortw\u00e4hrender Strom von Entstehen und Vergehen, von Geburt und Sterben zeigt, so w\u00fcrde auch das Universum nach l\u00e4ngerer Expansion wieder ein Ende finden. Hierzu entwickelte man das Modell mehrerer Universen, die in einem mehrdimensionalen Raum unabh\u00e4ngig von einander expandieren. Ein solches vierdimensionales Universum (Raum-Zeit-Kontinuum) nennt man auch <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>4-Bran<\/strong><\/span>, weil es &#8211; wie eine Membran &#8211; schwingen, sich falten kann u.s.w.<\/p>\n<p>Zwei 4-Branen k\u00f6nnen sich -immer expandierend- nahe beieinander sein und doch nicht aufeinander einwirken. Der Abstand zwischen zwei dieser Universen kann kleiner als die Gr\u00f6\u00dfe eines Atomkerns sein. Aber die Ausdehnung einer Bran n\u00e4hert sich schlie\u00dflich einem Limit, wobei so ein Universum unvorstellbar verd\u00fcnnt wird. Die 4-Brane k\u00f6nnen sich dann weiter aufeinander zubewegen, einander anziehen, auffalten (wodurch Dichteschwankungen entstehen) und schlie\u00dflich kollidieren. Auch in diesem Fall ist von einer Explosion die Rede. Hierdurch w\u00fcrden sich die 4-Brane dann wieder voneinander entfernen und ein neuer Expansionszyklus beginnt.<\/p>\n<p>Die Dichteschwankungen des Faltprozesses -auch verantwortlich f\u00fcr die lokale Kollision- k\u00f6nnten mehr oder weniger hei\u00dfe Regionen in dem Feuerball der Explosion verursacht haben. Die h\u00e4ngt mit einem einzigartigen Ph\u00e4nomen zusammen, das wir immer noch beobachten k\u00f6nnen: die sogenannte kosmische <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>Hintergrundstrahlung<\/strong><\/span>. Einige bezeichnen sie als \u2019Nachgl\u00fchen des Urknalls\u2019. Diese Hintergrundstrahlung ist eine interessante Quelle f\u00fcr Informationen. Mit Hilfe von Satelliten haben Wissenschaftler in der Tat kleine Temperaturunterschiede messen k\u00f6nnen. Eine solche Entdeckung k\u00f6nnte uns nun erkl\u00e4ren, dass in der Anfangszeit des Universums noch gro\u00dfe Unterschiede in der Konzentration bzw. in der Dichte (Anzahl der Teilchen pro Einheit im Raum) der Materie bestanden.<\/p>\n<p>Der folgende Text \u2019Die Explosion\u2019 behandelt unter anderem die sogenannte <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>kosmische Inflation<\/strong><\/span>, die unmittelbar nach dem Urknall unser Weltall entstehen lie\u00df. Aller Wahrscheinlichkeit nach waren die erw\u00e4hnten Dichte-Unterschiede das Ergebnis von winzigen Quantenbewegungen (wird sp\u00e4ter erkl\u00e4rt) kurz <em>vor <\/em>der kosmischen Inflation. Diese <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>Minischocks<\/strong><\/span> w\u00e4ren dann unter dem Einfluss der gigantischen Expansion, die darauf folgte, in einem Bruchteil der Zeit in die zahlreichen Konzentrationen von Teilchen vergr\u00f6\u00dfert worden. Und genau hieraus h\u00e4tten sich dann sp\u00e4ter die Sternensystem und Galaxien des neue Universums entwickelt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #99cc00;\"><strong>Die Explosion<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Eine Kombination beider Thesen ist denkbar: \u2019Der Urknall\u2019 -als Beginn unseres Universums- kann sowohl das einzige Urgeschehen als auch das zuletzt aufgetretene Kollisionsph\u00e4nomen gewesen sein. Gleich welche Hypothese wir auch w\u00e4hlen -ob es um eine einmalige oder sich wiederholende Entstehung handelt- immer ist die Rede von einer Explosion. Diese wurde <em>entweder <\/em>von einem \u2019Schwarzen Loch\u2019 <em>oder <\/em>von \u2019kollidierende Universen\u2019 verursacht. Das Ergebnis ist jedenfalls identisch: eine Explosion mit einer gewaltigen Menge ausstr\u00f6mender Energie. Diese Energie bleibt w\u00e4hrend des gesamten Expansionszyklus eines Universums wirksam. Es geht darum, uns der alle Zeit bestehende (und alles Bestehende durchdringende) <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>universellen Kraft <\/strong><\/span>bewusst zu sein.<\/p>\n<p>Alles in allem k\u00f6nnen wir es einfach weiterhin \u2019den Urknall\u2019 nennen. Zun\u00e4chst m\u00fcssen wir uns vor allem ein genaues Bild von einem solchen Urknall machen. Viele stellen sich dabei ein zentrales Ereignis \u2019irgendwo in der Mitte des Raums\u2019 vor. Es war jedoch nie die Rede von einem Zentrum, in dem die Explosion konzentriert war und von dem aus \u2019Brocken\u2019 in alle Richtungen flogen. Die Ur-Explosion fand <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>\u00fcberall im Raum<\/strong><\/span> gleichzeitig statt. Au\u00dferdem entstand unser Weltall nicht \u2019in einem leeren Raum\u2019 und dehnt sich nicht darin aus. Das Universum <em>selbst<\/em> ist der Raum und in diesem Raum nehmen die Abst\u00e4nde fortw\u00e4hrend zu. Ungeachtet davon, wo wir uns im Weltall befinden: von jedem Punkt aus w\u00fcrden wir die Sternensysteme sich von uns entfernen sehen.<\/p>\n<p>Um diesen wesentlichen Unterschied zu verstehen, kann Einsteins Relativit\u00e4tstheorie ein wenig helfen. Denn diese legt nahe, dass sich im Raum nichts schneller als Licht bewegen kann. Dies scheint im Widerspruch zu Hubbels Gesetz zu stehen: \u2019Die Geschwindigkeit nimmt entsprechend dem Abstand zum Betrachter zu\u2019. Angesichts des unendlichen Raums k\u00f6nnte sich Systeme sich so weit von uns wegbewegen, dass ihre Geschwindigkeit die des Lichts einmal \u00fcbertreffen <em>m\u00fcsste. <\/em>Ist das miteinander vereinbar? Ja, denn die erstgenannte Theorie bezieht sich auf Bewegungen <span style=\"color: #00ffff;\"><strong><em>durch<\/em> <\/strong><\/span>den Raum (hierf\u00fcr gilt die Lichtgeschwindigkeit als Limit) und die andere betrifft die Ausdehnung <span style=\"color: #00ffff;\"><strong><em>des<\/em><\/strong><\/span> Raumes (der <em>selbst<\/em> sich weiter ausdehnt).<\/p>\n<p>Nach Ansicht der Wissenschaftler hat die erste Expansion in einem winzigen Bruchteil der ersten Sekunde nach der Explosion stattgefunden. Sein Faktor? <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>10<sup>60 <\/sup><\/strong><\/span>(das ist eine 1 mit 60 Nullen, oder 100x das Quadrat von einer Quadrilliarde). Manche nennen dies die Phase der kosmischen Inflation: In weniger als einem Augenblick entstand aus einem winzigen Volumen Materie (oft \u2019Ur-Atom\u2019 oder \u2019Nicht-Sein\u2019 genannt) der Anfang unseres Universums. Es gibt einen wichtigen Grund, aus dem hier die Aufmerksamkeit auf die gigantische Expansion des Raumes innerhalb eines kaum messbaren Zeitfragments gelenkt wird. Philosophen finden hierin den deutlichen Schl\u00fcssel f\u00fcr die Existenz von \u2019Denkgeschwindigkeit\u2019, die nicht mit der physikalischen Grenzgeschwindigkeit c (circa 300.000 km\/sec.) vergleichbar ist, jedoch einen \u2019<span style=\"color: #00ffff;\"><strong>instantanen<\/strong><\/span>\u2019 (gleichzeitigen) Charakter hat.<\/p>\n<p>Nach dem Inflations-Blitz war das Universum mit winzigen Partikeln angef\u00fcllt: sogenannten <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>Quarks<\/strong><\/span> (aus denen sp\u00e4ter die Protonen und Neutronen entstehen w\u00fcrden) und <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>Gluonen<\/strong><\/span>, die f\u00fcr die Verbindung zwischen Quarks urs\u00e4chlich sind. In der gro\u00dfen Hitze kurz nach dem Urknall war der Zusammenhang \u00fcbrigens kaum vorhanden: Alle Teilchen schwebten in einer Art \u2019Quark-Gluonen-Plasma\u2019. Es gab auch schon Photonen und Elektronen, Teilchen, die <em>nicht<\/em> aus Quarks bestehen.<\/p>\n<p>Sobald die Temperatur hinreichend gefallen war (etwa ein Millionstel einer Sekunde nach dem Urknall) konnte die Bildung von <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>Protonen <\/strong><\/span>und <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>Neutronen <\/strong><\/span>aus Quarks und Gluonen ihren Anfang nehmen. Aus zwei sogenannten \u2019up-Quarks\u2019 und <em>einem <\/em>\u2019down-Quark\u2019 entstand ein Proton; aus <em>einem <\/em>up-Quark und zwei down-Quarks bildete sich ein Neutron. Zwar gab es auch alle Arten von Antiteilchen in der \u2019Raumsuppe\u2019, aber weniger zahlreich als ihre Gegens\u00e4tze (gl\u00fccklicherweise, denn sonst w\u00fcrde unser Universum nicht existieren). Die Folge hiervon war, dass -auch nach jeder Vernichtung durch eine Kollision von Teilchen und Antiteilchen- noch genug Materie \u00fcbrig blieb, um unseren Kosmos weiter zu bilden.<\/p>\n<p>Nach etwa 200 Sekunden k\u00f6nnte die Temperatur auf weniger als eine Milliarde Grad gefallen sein. Von diesem Moment an konnten die positiv geladenen Protonen und die ungeladenen Neutronen zusammen <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>Atomkerne<\/strong><\/span> bilden. Innerhalb von ungef\u00e4hr 15 Minuten kamen alle Atomkerne der 4 leichtesten Elemente zustande, n\u00e4mlich: Wasserstoff, Helium, Beryllium und Lithium. Hiernach w\u00fcrde sich die Temperatur bereits so viel weiter verringert haben, dass kein Verschmelzen von Protonen und Neutronen mehr m\u00f6glich war. Alle schwererer Elemente sind erst viel sp\u00e4ter entstanden. Dies geschah w\u00e4hrend der Prozesse, die sp\u00e4ter im Innern der Sterne und Planeten stattgefunden haben.<\/p>\n<p>Unter dem Einfluss der hohen Temperatur blieben die <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>Elektronen<\/strong><\/span> und <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>Photonen<\/strong><\/span> noch ungebunden. Das st\u00e4ndige Zusammensto\u00dfen dieser Teilchen w\u00e4hrend der ersten 100.000 Jahre hat eine alles verschleiernden Nebel verursacht. Ungef\u00e4hr 380.000 Jahre nach dem Urknall erreichte die fortw\u00e4hrend abnehmende Temperatur einen Wert unter 3000\u00b0 C. Dann konnten die Atomkerne damit beginnen, die freien Elektronen \u2019einzufangen\u2019 und es bildeten sich vollst\u00e4ndige <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>Atome<\/strong><\/span>.<\/p>\n<p>Da die Photonen nicht mehr mit den Elektronen kollidierten, verursachten die frei beweglichen Photonen (dh. also Licht) das Heraufziehen des Nebels und ein immer <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>transparenteres<\/strong><\/span> Weltall. Dieses erste freie Licht ist etwas, das wir noch immer wahrnehmen k\u00f6nnen, und zwar in der Form der zuvor genannten kosmische Hintergrundstrahlung, die \u00fcberall am Himmel vorhanden ist. Ihre durchschnittliche Temperatur ist -270,4\u00b0 C, also 2,7\u00b0 \u00fcber dem absoluten Nullpunkt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #99cc00;\"><strong>Teilchen oder Leere<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Die bisher diskutierte Leere unseres expandierenden Universums kann schlie\u00dflich so gro\u00df werden, dass sich weniger als ein Teilchen in einem Raum von einer Billiarde Kubik-Lichtjahren befindet. Bekanntlich ist <em>ein<\/em> Lichtjahr die Entfernung, die das Licht in einem Jahr zur\u00fccklegt, das entspricht etwa 9,5 Billionen km. Nach der ersten Hypothese w\u00fcrde so eine Leere theoretisch schon l\u00e4ngst das Ende unseres Universums bedeuten. Gl\u00fccklicherweise bietet die zweite Hypothese die Aussicht auf Weiterbestehen. Die Leere an sich hat f\u00fcr uns eine gro\u00dfe Bedeutung: Auf Grund der unverminderten Expansion k\u00f6nnen wir den Raum unseres Universums mit immer gr\u00f6\u00dferem Recht \u2019<span style=\"color: #00ffff;\"><strong>nahezu leer<\/strong><\/span>\u2019 nennen.<\/p>\n<p>Aber was ist \u2019leer\u2019? Immer mehr Physiker sind sich dar\u00fcber einig, dass der Kosmos zu 96% aus sogenannter \u2019schwarzer oder dunkler Materie\u2019 besteht. Die gibt<em> keine <\/em>elektromagnetische Strahlung ab, absorbiert auch eine solche Strahlung nicht, ist unsichtbar und nur durch die Wirkung der Anziehungskraft messbar. Eigentlich neigen die Wissenschaftler dazu, von \u2019<span style=\"color: #00ffff;\"><strong>masselosen Teilchen<\/strong><\/span>\u2019 zu sprechen. Dadurch k\u00f6nnte sehr viel erkl\u00e4rt werden. Das Problem ist jedoch, dass sobald wir von Teilchen sprechen damit unleugbar -wie wenig auch immer- eine Masse beteiligt ist. Denn jedes der genannten Teilchen muss nach der g\u00e4ngigen physikalischen Anschauungen nun einmal Masse haben.<\/p>\n<p>Bei diesem Punkt angekommen ist es von Nutzen, mit dem Text \u2019Makrokosmos\u2019 (im Teil \u2019Auf Entdeckungsreise\u2019) eben das Ged\u00e4chtnis in Bezug auf die mathematische Darstellung das Raumes zu erfrischen. Im Anschluss hieran k\u00f6nnen wir dann bei dem Raum-Modell bleiben, das der englische Physiker Higgs um 1964 entwickelt hat.<\/p>\n<p>Nach dieser Hypothese w\u00e4re das gesamte Universum von einem unsichtbaren Feld (sp\u00e4ter Higgs-Feld genannt) ausgef\u00fcllt sein. Dieses Feld w\u00fcrde masselosen Teilchen mehr oder weniger Masse verleihen, abh\u00e4ngig von der Wechselwirkung, die sie mit dem Higgs-Feld haben. Lassen wir (und das ist wichtig) die Vorstellung festhalten, dass sich -abh\u00e4ngig von sp\u00e4ter zu erforschenden Einfl\u00fcssen- \u00fcberall im Raum <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>abwechselnd Energie oder Materie <\/strong><\/span>befinden kann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #99cc00;\"><strong>Das Atom<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Wissend, dass der Raum nahezu leer ist, hoffen viele in der greifbaren Materie, die aus Atomen und Molek\u00fclen aufgebaut ist, einen Anhaltspunkt zu finden. Hierzu schauen wir uns genau die Struktur des Atoms an: ein Kern, um den herum ein oder mehrere Elektronen ihre Bahn beschreiben. Schon in der Schule lernten wir hier\u00fcber:<\/p>\n<p>Ein Atom ist als Mini-Sternensystem zu betrachten, denn das Verh\u00e4ltnis zwischen der Sonne und dem Abstand zum umlaufenden Planeten stimmt ungef\u00e4hr mit dem Verh\u00e4ltnis zwischen Atomkern und dem Abstand zum Elektron \u00fcberein. So entdecken wir, dass sich selbst die sogenannte feste Materie am besten als praktisch leerer Raum zwischen winzigen Atomkernen und Elektronen definieren l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Um sich diese Leere einigerma\u00dfen vorstellen zu k\u00f6nnen, nehmen wir unser eigenes Sternensystem als Beispiel. Darin betr\u00e4gt der Durchmesser der Sonne etwas mehr als 0,93% des durchschnittlichen Abstands zur Erde, und der Durchmesser der Erde ist noch keine 0,009% davon. Am weitesten von unsere Sonne befindet sich der Planet Pluto: durchschnittlich 39,4 mal die Entfernung zwischen Erde und Sonne. Der Durchmesser der Sonne betr\u00e4gt nur etwas mehr als 0,02% ihrer durchschnittlichen Entfernung zu Pluto. So wie wir in dem Sternensystem den riesigen leeren Raum erfahren, so k\u00f6nnen wir uns auch des offenen Raums in einem Atom vorstellen. Und dass liefert uns dann als beste Bezeichnung f\u00fcr jeden materiellen K\u00f6rper -wie schwer und massiv er auch sein m\u00f6ge- die bescheidene Umschreibung: \u2019<span style=\"color: #00ffff;\"><strong>nahezu Leere<\/strong><\/span>\u2019.<\/p>\n<p>Ein beliebtes Beispiel kann die Vorstellung des \u2019leeren Gegenst\u00e4nden\u2019 vielleicht verdeutlichen. Angenommen, wir kleben und stapeln eine gro\u00dfe Menge von Fu\u00dfb\u00e4llen gegen- und aufeinander, sodass eine Mauer entsteht. Dagegen k\u00f6nnen wir uns anlehnen, darauf klettern, nicht hindurch schreiten usw. Zugleich wissen wir, dass das ganze Bauwerk praktisch v\u00f6llig aus Luft besteht. In \u00e4hnlicher Weise k\u00f6nnen wir davon \u00fcberzeugt sein, dass jedes stoffliche Objekt, das wir sehen oder f\u00fchlen, auf Grund seiner molekularen Struktur beinahe v\u00f6llige Leere und Transparenz aufweist.<\/p>\n<p>Eigentlich sehen wir bei allen Fl\u00fcssigkeiten und festen Objekten nur auf eine Fassade, die durch Oberfl\u00e4chenspannung mehr oder weniger geschlossen bleibt. Freilich kann die Oberfl\u00e4chenspannung sehr gro\u00df sein, sodass wir den Eindruck eines z\u00e4hfl\u00fcssigen Sirups, eine festen Tuches, massiven Holzes oder harten Steins bekommen. Jedoch alle diese Dinge sind in Wirklichkeit nur praktisch offener Raum mit einer \u00e4u\u00dferst d\u00fcnnen Oberfl\u00e4che oder <strong><span style=\"color: #00ffff;\">scheinbarer Wand<\/span><em>, <\/em><\/strong>von der Dicke der Elektronen in den \u00e4u\u00dfersten Atomen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #99cc00;\"><strong>Schlussfolgerung<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Die an anderer Stelle erw\u00e4hnte \u201996% dunkle Materie\u2019 impliziert ein Gesamtvolumen von rund 4% messbarer Materie im Kosmos. Dies beinhaltet alle Sterne, Planeten, Kometen, Meteoriten, Staub etc. im Universum.<\/p>\n<p>Wenn wir innerhalb dieses Volumens die tats\u00e4chliche Materie suchen, finden wir f\u00fcr alle bestehenden Atomkerne zusammen (siehe Beispiel Sonnensystem) etwa 0,001% dieser 4%. Das ist weniger als <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>0,0001%<\/strong><\/span>. Eigentlich reduziert sich das sichtbare Universum auf diese Totalmenge von Atomkernen, das hei\u00dft auf die gesamte Protonen- und Neuronenmasse im Kosmos.<\/p>\n<p>Da diese zu etwa 99% aus der Bindungsenergie zwischen den Quarks besteht, bleibt letztlich etwa 1% von 0,0001% f\u00fcr das Volumen der Quarks. Das bedeutet weniger als <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>0,000001%<\/strong><\/span> gesch\u00e4tztes Volumen von Teilchen im Universum.<\/p>\n<p>Mit der st\u00e4ndigen Expansion des Universums ist eine solche Sch\u00e4tzung dar\u00fcber hinaus von Moment zu Moment weniger genau und hat immer weniger Einfluss in den st\u00e4ndig d\u00fcnner werdenden Raum.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es ist klar, dass bei dieser Gr\u00f6\u00dfenordnung die Genauigkeit unserer Sch\u00e4tzung und die der manifestierten Materie nicht mehr wichtig ist. Es ist einfach so wenig, dass es viel logischer ist, einen <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>energetischen Kosmos<\/strong><\/span> als Ausgangspunkt anzunehmen. Obwohl materielle Teilchen dann und wann, hier und dort entstehen und verschwinden, hat das verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig wenig Bedeutung.<\/p>\n<p>Wir verstehen jetzt, dass alles, was existiert und lebt, im Grunde nichts anderes als Energie ist: energetische Impulse, die in elektromagnetischen Feldern wirksam sind. Unter \u201eMakrokosmos\u201c k\u00f6nnen wir hier\u00fcber mehr im Detail lesen.<\/p>\n<p>Alle materiellen Formen oder K\u00f6rper sind tempor\u00e4re Umwandlungen von Energie in Materie und sind <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>nicht fundamental<\/strong><\/span>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sobald wir im normalen allt\u00e4glichen Funktionieren nicht mehr nur in materiellen Formen denken, sondern uns des prim\u00e4r in allem wirksamen energetischen Prinzips bewusst sind, haben wir die andere Blickrichtung kennen gelernt. Dabei k\u00f6nnen uns die Erkenntnisse der Quantenphysik unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Vereinfacht ausgedr\u00fcckt sagt diese Theorie unter anderem, dass die Position eines Teilchens in der Natur nie genau bestimmt worden kann, aber von der Aktion des Betrachters abh\u00e4ngig ist. Erst die Initiative des Bewusstseins verursacht Manifestation. Mit anderen Worten: <span style=\"color: #00ffff;\"><strong><span style=\"color: #00ffff;\">das<\/span> Bewusstsein geht dem materiellen Ausdruck voran<\/strong><\/span>. Gedanken erschaffen die Form. Schlie\u00dflich erschaffe ich meine eigenen Bilder von der mich umgebenden Welt, wie sie sich\u00a0 mir dann entsprechend offenbart.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n    <object classid=\"clsid:D27CDB6E-AE6D-11cf-96B8-444553540000\" id=\"swfobj_1\" width=\"840\" height=\"180\" align=\"none\">\n      <param name=\"movie\" value=\"http:\/\/www.levendleven.net\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/Fountain.swf\" \/>\n      <param name=\"align\" value=\"none\" \/>\n      <!--[if !IE]>-->\n      <object type=\"application\/x-shockwave-flash\" data=\"http:\/\/www.levendleven.net\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/Fountain.swf\" width=\"840\" height=\"180\" align=\"none\">\n      <!--<![endif]-->\n        \n      <!--[if !IE]>-->\n      <\/object>\n      <!--<![endif]-->\n    <\/object>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mikrokosmos INHALT: Einf\u00fchrung &#8211; Die Explosion &#8211; Teilchen oder Leere &#8211; Das Atom &#8211; Schlu\u00dffolgerung &nbsp; Einf\u00fchrung Die Stiftung Lebend!Leben macht unter anderem auf Anders-Denken aufmerksam, mit dem wir in der Lage sind, den Kosmos, die Natur, andere Menschen und uns selbst so zu sagen von innen heraus zu betrachten. 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