{"id":84,"date":"2011-03-08T14:42:01","date_gmt":"2011-03-08T14:42:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.levendleven.net\/?p=84"},"modified":"2015-12-02T11:30:24","modified_gmt":"2015-12-02T11:30:24","slug":"religies","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/lebendleben.de\/index.php\/2011\/03\/08\/religies\/","title":{"rendered":"Religionen"},"content":{"rendered":"<h2><strong>Religionen<\/strong><\/h2>\n\n    <object classid=\"clsid:D27CDB6E-AE6D-11cf-96B8-444553540000\" id=\"swfobj_0\" width=\"840\" height=\"180\" align=\"none\">\n      <param name=\"movie\" value=\"http:\/\/www.levendleven.net\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/Fountain.swf\" \/>\n      <param name=\"align\" value=\"none\" \/>\n      <!--[if !IE]>-->\n      <object type=\"application\/x-shockwave-flash\" data=\"http:\/\/www.levendleven.net\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/Fountain.swf\" width=\"840\" height=\"180\" align=\"none\">\n      <!--<![endif]-->\n        \n      <!--[if !IE]>-->\n      <\/object>\n      <!--<![endif]-->\n    <\/object>\n\n<p>INHALT:<\/p>\n<p><strong>Einf\u00fchrung<\/strong><span style=\"color: #99cc00;\"><strong>\u00a0 \u00a0 \u00dcber den Titel<\/strong><\/span><span style=\"color: #99cc00;\"><strong>\u00a0&#8211; Vertiefung + Erhebung &#8211; Wach lebst du sch\u00f6ner &#8211;\u00a0<\/strong><\/span><span style=\"color: #99cc00;\"><strong>\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0<\/strong><\/span><span style=\"color: #99cc00;\"><strong>\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 &#8211; Zeitgen\u00f6ssische Forschung<\/strong><\/span><\/p>\n<p><strong>Systeme<\/strong><span style=\"color: #99cc00;\">\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 1) DAS OSTEN:<\/span><span style=\"color: #99cc00;\">\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0<\/span><strong style=\"color: #000080;\"><span style=\"color: #000080;\">Konfucianismus<\/span> &#8211; Hinduismus &#8211; Buddhismus<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #99cc00;\">\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a02) GOTTESDIENSTE:\u00a0<\/span><span style=\"color: #000080;\"><strong>Judentum &#8211; Christentum &#8211; Islam &#8211; Sufismus<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #99cc00;\">\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a03) DAS WESTEN:<\/span>\u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0<span style=\"color: #000080;\"><strong>Humanismus &#8211; Theosophie &#8211; Gnosis<\/strong><\/span><\/p>\n<p><strong>Zusammenschau<\/strong><span style=\"color: #99cc00;\"><strong>\u00a0 \u00a0 Schlu\u00dffolgerung &#8211; Dennoch ein Dilemma? &#8211; Praxis<\/strong><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Einf\u00fchrung<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #99cc00;\"><strong>\u00dcber den Titel<\/strong><\/span><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>\u2019Religion\u2019 kommt vom lateinischen \u2019re-ligare\u2019 und bedeutet: \u2019wieder verbinden\u2019 oder \u2019erneut best\u00e4tigen\u2019. Im Wesentlichen weist dies auf die potenzielle F\u00e4higkeit des Menschen, seine Verbindung mit der <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>kosmischen Quelle <\/strong><\/span>zur\u00fcck zu finden, aus der er sich urspr\u00fcnglich entwickelte.<\/p>\n<p>Auch bedeutet das lateinische \u2019religio\u2019 so viel wie \u2019sorgf\u00e4ltiger Umgang\u2019, (mit etwas) \u2019vorsichtig umgehen\u2019. Wir k\u00f6nnen davon ausgehen, da\u00df dies mit der sorgf\u00e4ltigen Art zusammenh\u00e4ngt, mit der die Menschen fr\u00fcherer Kulturen mit allen Arten von Geboten und Verboten umgehen mu\u00dften. Die Gesellschaft war von zahlreichen rituellen Gewohnheiten\u00a0 durchdrungen, die viele sp\u00e4ter zu leichtfertig Aberglauben nannten. Kurz gesagt: Vorsicht war Gesetz in der Praxis des t\u00e4glichen Lebens.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Obwohl \u2019Religion\u2019 in unserer Sprache ungef\u00e4hr die gleiche Bedeutung bekam wie \u2019Gottesdienst\u2019 ist die tats\u00e4chliche Reichweite des Wortes viel breiter. Stiftung Lebend!leben verwendet \u2019Religion\u2019 hier im urspr\u00fcnglichen Sinne (wie nach der obigen Definition): als umfassenden Begriff <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>aller Systeme und Religionen<\/strong><\/span>, die sich sorgf\u00e4ltig auf den subtilen Zugang zur inneren Welt des Menschen konzentrieren.<\/p>\n<p>Nach dieser Definition ist ein religi\u00f6ser Mensch also ein Sch\u00fcler auf dem beleuchteten Weg der Selbstuntersuchung, auf Entdeckungsreise zu seinem oder ihrem wahren Selbst, durch Einkehr entlang der inneren Dimension und Entwicklung des Bewu\u00dftseins, auf der Suche nach seinem oder ihrem urspr\u00fcnglichen Zuhause.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #99cc00;\"><strong>Vertiefung und Erhebung<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Dieses Kapitel steht im Zeichen eines gro\u00dfen Paradoxes: es k\u00f6nnte n\u00e4mlich so aussehen, als ob die bekannten Philosophie- und Religionssysteme maximale Aufmerksamkeit verdienen, aber dieses ist gerade <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>nicht<\/strong><\/span> die Absicht des hier folgenden!<\/p>\n<p>Zwar beobachten wir mit Interesse eine Anzahl bekannter Wissens- und Glaubenssysteme, aber wir interessieren uns nicht f\u00fcr deren jeweiligen Geschichten. Wir wollen lediglich die\u00a0 gemeinsame Basis finden, die allen zu Grunde liegt. So enth\u00fcllen wir die <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>einzige universelle Religion<\/strong><\/span>.<\/p>\n<p>Dazu betrachten wir zun\u00e4chst eine wunderbare M\u00f6glichkeit, die allen Menschen zwar zur Verf\u00fcgung steht aber nur von wenigen erkannt wird, geschweige denn genutzt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Unser Anliegen betrifft also nicht den vielf\u00e4lltigen Inhalt und die Unterschiede der religi\u00f6sen Systeme, sondern vielmehr das, was alle Systeme bindet: das <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>Warum<\/strong><\/span> vieler etablierter Systeme. Dann stellt sich heraus, dass man einiges aufkl\u00e4ren kann, indem man auch das Ph\u00e4nomen Gottesdienst betrachtet, nicht irgendeinen Gottesdienst, sondern sowohl den einen als auch den anderen.<\/p>\n<p>Dennoch werden die Leser denken: wie kann ich mich in etwas vertiefen und gleichzeitig mich nicht f\u00fcr dessen Inhalt interessieren? Hier tritt etwas zutage, was wir des \u00f6fteren wahrnehmen: auf den ersten Blick widerspr\u00fcchliche Aussagen oder Tatsachen erweisen sich bei n\u00e4herem Betrachten gar nicht als solche. Sie k\u00f6nnen sogar fast immer sehr gut zusammen existieren. Wie kann das sein?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In der Regel geschieht dies nur aufgrund des Blickwinkels, von dem aus wir etwas betrachten. Oft ist es nicht mehr als wohl-oder-nicht in bestimmten kleinen Denkfenstern \u2019h\u00e4ngen zu bleiben\u2019. Diesem k\u00f6nnen wir vorbeugen, indem wir unser Denken immer offen halten f\u00fcr die \u2019n\u00e4chsth\u00f6here\u2019 Ebene: das Denkniveau, auf dem der Unterschied zwischen zwei Gegens\u00e4tzen wegf\u00e4llt. Zum Beispiel:<\/p>\n<p>Was schwarz ist kann nicht gleichzeitig wei\u00df sein; schwarz und wei\u00df sind mehr oder weniger Gegens\u00e4tze. Aber \u201an\u00e4chst h\u00f6her\u2019 betrachtet sind beide <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>farblos<\/strong><\/span> und nicht mehr streitig. Oder: rot unterscheidet sich von gr\u00fcn, blau und gelb. Doch geh\u00f6ren sie \u2019irgendwie\u2019 zusammen: aus dem Blickwinkel <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>Farbe<\/strong><\/span> betrachtet, bilden sie eine Familie. Sogar farblos und farbig finden zum Beispiel im Begriff \u2019Dekoration\u2019 wieder zusammen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein weiteres Beispiel:<\/p>\n<p>Was laut klingt kann nicht zugleich leise klingen, beide sind absolut streitig. Nur: machen wir\u00a0 einen einfachen Schritt und bewegen uns vom Gegensatz\u00a0 \u2019laut\/leise\u2019 weg so ist der Kontrast beseitigt: unter <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>Schall<\/strong><\/span> erfassen wir in voller Harmonie alle m\u00f6glichen Dezibelwerte. Aber Achtung: Farbe und Schall k\u00f6nnen doch nie wirklich etwas miteinander zu tun haben?<\/p>\n<p>Das bleibt abzuwarten. Zwar ist ein Augenarzt, Optiker oder Maler total anders ausgebildet worden als ein HNO-Arzt, Akustiker oder Musiker. Doch arbeiten alle \u2019irgendwo\u2019 unter einem gemeinsamen Nenner: sie \u00fcberwachen, unterst\u00fctzen oder streicheln unsere Sinne. Kurz gesagt: der Unterschied zwischen Farbe und Schall entf\u00e4llt, sobald wir \u00fcber <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>Sinne<\/strong><\/span> reden statt \u00fcber Auge und Ohr.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es ist deutlich, dass wir auf diese Weise mit zahlreichen Beispielen weiter machen k\u00f6nnten. Was beabsichtigen wir damit? Es weist uns auf die wichtige M\u00f6glichkeit, dass der Mensch <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>\u00fcberschauen und vereinen<\/strong><\/span> kann, was zuerst unvereinbar erschien.<\/p>\n<p>Das menschliche Denken kann sich in immer h\u00f6here Ebenen des Verstehens erheben und dadurch immer mehr Widerspr\u00fcche aufheben.<\/p>\n<p>Oft k\u00f6nnen wir auf diese Weise zum Beispiel den Sinn eines Geschehens entdecken, auch wenn wir zun\u00e4chst meinten, es war absurd oder bedeutungslos. W\u00fcrden wir diese F\u00e4higkeit mehr bewusst einsetzen in der t\u00e4glichen Praxis des Lebens, dann geh\u00f6rten Konflikte durch Missverst\u00e4ndnis, Meinungsunterschied, Begriffsverwirrung und Unfriede mehr und mehr der Vergangenheit an.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Durch die Beseitigung von Widerspr\u00fcchen also k\u00f6nnen wir <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>Ursachen von Unfrieden aufr\u00e4umen<\/strong><\/span>. Diese Anhebung des Denkniveaus ist ein wichtiger Aspekt, aber das Wichtigste folgt noch. Wir k\u00f6nnen nun auch eine der meist essentiellen scheinbaren \u2019Widerspr\u00fcche\u2019 zu Gesicht bekommen, und zwar: die Entdeckung, dass es in der \u00e4u\u00dferlichen Welt <em>wohl<\/em> Gegens\u00e4tze gibt, aber in der inneren Realit\u00e4t eigentlich gar <em>nicht<\/em>!<\/p>\n<p>Es ist sehr wichtig uns davon bewu\u00dft zu sein, dass Gegens\u00e4tze nur aufgetreten sind, so dass wir auf diesem Planeten miteinander kommunizieren k\u00f6nnen. Ohne Gegens\u00e4tze w\u00fcrden wir in dieser greifbaren Welt kaum einander etwas verdeutlichen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir ben\u00f6tigen hier auf der Erde einfach die Differenzierung um das eine vom anderen zu unterscheiden. Rein \u00e4u\u00dferlich also bleibt die Vielfalt erhalten. Aber sobald unser Denken sich nicht mehr ausschlie\u00dflich auf die materielle Umgebung konzentriert, verlieren die Gegens\u00e4tze zunehmend an Bedeutung. Dies gilt auch anders herum:<\/p>\n<p>Durch die Gegens\u00e4tze bewusst hinter uns zu lassen, helfen wir uns selbst auf den Weg in die Richtung der \u2019n\u00e4chsth\u00f6heren Ebene\u2019. Oder besser: es hilft mir, mich in mich selbst (also Richtung \u2019Selbst\u2019) zu vertiefen. Im Prinzip kann jeder Mensch dieses realisieren durch zu versuchen sich im Denken zu erheben und Geschehnisse zu \u00fcberblicken. Es klingt paradox, aber wer es gut versteht erkennt die Bedeutung: <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>Erhebung in meinem Denken <\/strong><\/span>f\u00fchrt zur<strong><span style=\"color: #00ffff;\"> Vertiefung in mich selbst<\/span>.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #99cc00;\"><strong>Wach lebst du sch\u00f6ner<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Solch ein Slogan der Stiftung Lebend!leben wird nach dieser Einf\u00fchrung verst\u00e4ndlicher. Nat\u00fcrlich wird der Alltag angenehmer, wenn wir -dank jener Bewu\u00dftseins\u00fcbung- wachsamer werden, die meisten Streitigkeiten zu verbannen wissen und wegen des \u00dcberwachens von Situationen vielem Unfug vorbeugen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Neben dem \u2019von Innen aus betrachten\u2019 unserer Umwelt (siehe bei anderen Kapiteln) ist die empfohlene Methode das Suchen nach dem \u2019<span style=\"color: #00ffff;\"><strong>gemeinsamen Nenner<\/strong><\/span>\u2019.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Pr\u00e4sentiert die Stiftung Lebend!leben damit jetzt zwei verschiedene \u00dcbungen? Ja und nein! Tats\u00e4chlich sind hier zwei Aspekte erw\u00e4hnt worden, die helfen, sein Bewusstsein zu entwickeln. Jedoch k\u00f6nnen wir auch <em>hier<\/em> versuchen, das gemeinsame Prinzip hinter beiden zu erkunden, und zwar: durch sich den Dingen \u2019von innen aus\u2019 zu n\u00e4hern.<\/p>\n<p>Damit verl\u00e4sst unser Denken, jedenfalls einstweilen, die physische Umgebung. Wenn wir uns danach dieser inneren Dimension entlang weiter erheben auf immer h\u00f6here \u2019\u00fcberlappende\u2019 und \u2019verbindende\u2019 Ebenen, gehen beide Aspekte in einander \u00fcber. Der Tauchgang tief in uns selbst, und damit das \u2019Hochziehen\u2019 der \u00dcbersichtsebene, entpuppt sich dann als die <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>ultimative Bewu\u00dftseins\u00fcbung<\/strong><\/span>!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wenn wir dabei zugleich erkennen, da\u00df diese innere Dimension -im positivsten Sinne- ein \u2019Weg ohne Ende\u2019 ist, entdecken wir das gro\u00dfartige Versprechen dahinter. Nehmen wir an, dass\u00a0 immer wieder eine h\u00f6here Ebene erkennbar wird, die zwei oder mehr untere Ebenen unter einen Begriff vereinen kann. Wozu w\u00fcrde dies f\u00fchren?<\/p>\n<p>Sobald wir diese \u2019Vertiefungsbewegung\u2019 bis zum Ende weiter denken k\u00f6nnen wir nicht anders als letztendlich erkennen dass alles schlie\u00dflich unter einem alles umfassenden Nenner gedacht werden kann. Wir entschleiern dann fast die Wahrheit hinter den bekannten mystischen Zitaten: \u2019Alles ist in dem Einen\u2019 und \u2019das Eine ist in Allem\u2019.<\/p>\n<p>Aber auch ich existiere, also \u2019ich bin\u2019 und dann gilt genau so: \u2019<span style=\"color: #00ffff;\"><strong>ich bin in Allem<\/strong><\/span>\u2019 und \u2019<span style=\"color: #00ffff;\"><strong>Alles ist in mir<\/strong><\/span>\u2019.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #99cc00;\"><strong>Zeitgen\u00f6ssische Forschung<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Jene \u2019Vertiefungsbewegung\u2019, das in mich selbst Tauchen entlang der inneren Dimension, ist wesentlich auch das Streben der meisten Lebenslehren und Religionen. Im Prinzip gibt es nichts Falsches an Religionen. Warum kehren sich dennoch mehr und mehr Menschen davon ab? Seit der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts sehen wir die Kirchen immer leerer werden, f\u00fcr andere Funktionen verwendet und sogar abgebrochen werden.<\/p>\n<p>Es ist nicht verkehrt -bevor man religi\u00f6se Systeme losl\u00e4sst- zuerst gut zu untersuchen was man eigentlich verl\u00e4sst. Denn im Prinzip zeigt sich dass fast alle bekannten Systeme mehr oder weniger auf das Gleiche hinweisen, auf das sich auch die Stiftung <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>Lebend!leben<\/strong><\/span> richtet. Was stimmt dann nicht?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Viele Systeme entstanden in Zeiten, in denen von einem ausreichenden menschlichen Bewu\u00dftsein nicht oder kaum die Rede war, um selbstst\u00e4ndig das Mysterium des Lebens zu durchforschen. Viele Jahrhunderte brauchte die \u00fcberwiegende Mehrheit der Menschen die Unterst\u00fctzung von religi\u00f6sen F\u00fchrern, Symbolen- und Bildersprache, um die <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>abstrakte Sachen<\/strong><\/span> einigerma\u00dfen zug\u00e4nglich zu machen.<\/p>\n<p>Schon lange vor unserer Zeitrechnung entstanden aus diesem Grund auf der einen Seite die \u2019Geschichten f\u00fcr das Volk\u2019 und auf der andere Seite die geheimen Schulen f\u00fcr sehr begrenzte Kreise von \u2019Eingeweihten\u2019. Dar\u00fcber hinaus spielte f\u00fcr eine lange Zeit der Einfluss, den die Kirche damit auf die Menschen hatte, eine sehr wichtige Rolle.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wahrscheinlich so lange die Menschen denken und f\u00fchlen k\u00f6nnen, hatten viele das Bed\u00fcrfnis vom gro\u00dfen Mysterium \u2019Leben\u2019 zumindest etwas verstehen zu k\u00f6nnen. Vermutlich wurde dieser Drang auch immer von der vagen Ahnung begleitet, dass es hierbei um eine Suche\u00a0 nach einem <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>Wissen <\/strong><\/span>geht, das nie bis in alle Tiefen erkennbar sein wird.<\/p>\n<p>Was nicht erkennbar ist, kann man jedoch bis zu einem gewissen Grad <em>wohl<\/em> sp\u00fcren. Es ist teilweise sicherlich zu beschreiben und ein kleines St\u00fcck davon ist vielleicht <em>wirklich<\/em> nachweisbar. Dar\u00fcber hinaus: sobald man etwas nicht mehr mit klaren Worten ausdr\u00fccken kann, k\u00f6nnen wir uns oft noch mit Metaphern, Allegorien und charakteristischen Symbolen behelfen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u00dcbrigens: etwas, das wir nicht wissen k\u00f6nnen, eignet sich daf\u00fcr, um es dann einfach zu <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>glauben<\/strong><\/span>. Dies bedeutet jedoch -seit der westlichen Entwicklung des zwanzigsten Jahrhunderts- f\u00fcr viele in zunehmendem Ma\u00dfe ein Hindernis. Das \u2019blind\u2019 folgen, welchem philosophischen System oder welchem Gottesdienst auch immer, findet immer weniger Anhang.<\/p>\n<p>Zur gleichen Zeit bleiben viele unter uns unvermindert bereit die Essenz des Lebens zu untersuchen. Nicht nur f\u00fchlen sie, dass dies sinnvoll ist; sie haben dazu auch <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>viel mehr \u2019Raum\u2019<\/strong><\/span> als die meisten Menschen in den vergangenen Jahrhunderten. Damals fehlte ja sowohl das geistige Gep\u00e4ck als auch die Zeit, um \u00fcber Bewu\u00dftseinsentwicklung zu denken, geschweige denn, daran etwas zu tun.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dieses Thema \u2019manche-wohl und viele-nicht\u2019 kommt auch kurz in der Einf\u00fchrung des Kapitels \u2019Grundfragen\u2019 an die Reihe. Haupts\u00e4chlich die besser Gebildeten und Gutsituierten hatten fr\u00fcher die Gelegenheit sich damit zu besch\u00e4ftigen. Aber sobald einige von ihnen sich ernsthaft anstrengten, erfuhren sie schnell den Widerstand von Kirchenf\u00fchrern und die beschr\u00e4nkte Unterst\u00fctzung von wissenschaftlicher Seite. Das sieht heute v\u00f6llig anders aus.<\/p>\n<p>Zwar sind die meisten Wissenschaftler noch immer \u00e4u\u00dferst zur\u00fcckhaltend, aber vieles ist inzwischen schon wissenschaftlich \u2019benannt\u2019 worden und (sehr wichtig!) <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>f\u00fcr jeden<\/strong><\/span> zug\u00e4nglich. Genau das er\u00f6ffnet in unserem Jahrhundert einer ernsthaften Suche T\u00fcr und Tor.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Vorzugsweise konzentriert ein zeitgen\u00f6ssischer Forscher sich bewusst auf rein wissenschaftlich entwirrte Fragmente, um dann davon ein eigenes Bild zusammen zu stellen. Dies erfordert <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>mehr Anstrengung<\/strong><\/span> als blind fertigen Geschichten zu folgen. Aber am Ende lockt eine gro\u00dfe Genugtuung.<\/p>\n<p>Zahlreiche Informationsquellen und F\u00e4higkeiten helfen uns dabei und begleiten uns w\u00e4hrend unserer Entdeckungsreise. Die Stiftung Lebend!leben reicht dabei gerne die helfende Hand.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n    <object classid=\"clsid:D27CDB6E-AE6D-11cf-96B8-444553540000\" id=\"swfobj_1\" width=\"840\" height=\"180\" align=\"none\">\n      <param name=\"movie\" value=\"http:\/\/www.levendleven.net\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/Fountain.swf\" \/>\n      <param name=\"align\" value=\"none\" \/>\n      <!--[if !IE]>-->\n      <object type=\"application\/x-shockwave-flash\" data=\"http:\/\/www.levendleven.net\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/Fountain.swf\" width=\"840\" height=\"180\" align=\"none\">\n      <!--<![endif]-->\n        \n      <!--[if !IE]>-->\n      <\/object>\n      <!--<![endif]-->\n    <\/object>\n\n<p><span style=\"color: #99cc00;\">DAS OSTEN<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\"><strong>Konfuzianismus<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Das Konfuzianismus entstand vor unserer Zeitrechnung im alten China. Es ist eines der Systeme, die ohne personifizierten Gott f\u00fcr die Menschen eine sehr klare Leitlinie f\u00fcr das allt\u00e4gliche Leben zur Verf\u00fcgung stellte. In seinen Beschreibungen des \u2019Li\u2019, eine Art von <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>Sittengesetz<\/strong><\/span>, beschrieb der gro\u00dfe Philosoph Konfuzius (551-479 vor Christus)\u00a0 f\u00fcr jeden zahlreiche praktische Lektionen des Lebens. Diese umfassten fast alle wichtigen Themen, sowohl des kosmischen Geschehens als des allt\u00e4glichen Leben auf der Erde. Das &#8216;Li&#8217; bietet eine Reihe von Standards, die allen Dingen zugrunde liegen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Anders als in manchen Religionen ist dieses \u2019Grundgesetz\u2019 <em>nicht<\/em>\u00a0 als ein fertiges Bild gemeint, mit einem Anfang des Kosmos, einem bestimmten g\u00f6ttlichen Plan und einem nachzustrebenden, gro\u00dfen Ziel. Das \u2019Li\u2019 bietet den Menschen vielmehr ein ganzes St\u00fcck Wahl-\u00a0 und Handlungsfreiheit. Die einfache Botschaft lautet: \u2019Sei Mensch\u2019.<\/p>\n<p>Das \u2019Li\u2019 fragt jeden nur alles so zu akzeptieren, wie es auf die Menschen zukommt und in diesem Rahmen zu versuchen, ein guter Mensch zu sein, sich dauernd \u2019unterwegs\u2019 zu wissen und unser Leben eher als eine freie Wahl statt einer aufgezwungen Aufgabe mit im voraus gestelltem Ziel zu erfahren. Zwar wird kein Mensch damit je \u2019fertig\u2019, aber er ist frei und wird herausgefordert, den <span style=\"color: #00ccff;\"><strong>richtigen \u2019Tao\u2019<\/strong><\/span> (Weg) zu finden. Es ist also nicht die Rede von g\u00f6ttlicher Offenbarung, wie in der westlichen Theologie.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Man findet seinen \u2019Weg\u2019 durch das st\u00e4ndige Bestreben, die bekannten Tugenden wie Liebe, Gerechtigkeit, Moral, Weisheit und Vertrauen zu erreichen. Durch dieses konsequente Streben\u00a0 erwacht auf die Dauer eine neue \u00dcberzeugung. Der Mensch entdeckt sich selbst als <span style=\"color: #00ccff;\"><strong>erneuert<\/strong><\/span>.<\/p>\n<p>Es wird eine Art von \u2019Wissen\u2019 entstehen, das das Gute im Menschen <em>und<\/em> im Kosmos erkennen wird.<\/p>\n<p>Der Leser wird hier eine gro\u00dfe \u00dcbereinstimmung mit dem mystischen, seligmachenden Versprechen der westlichen Religion entdecken. Wer dieses tiefe \u2019Wissen\u2019 in sich selbst erreicht hat, nach dem \u2019Li\u2019, wird es nach au\u00dfen wie etwas K\u00f6nigliches ausstrahlen, weil es ein alles umfassendes Wissen ist (alles in Einem!).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Konfuzius war der wichtigste \u2019Weisheitslehrer\u2019 des chinesischen Humanismus, der sich \u00fcber mehrere Lehrer ab dem sechsten Jahrhundert vor Christus entwickelt hat. Er markierte den \u00dcbergang von einer magisch-religi\u00f6sen zu einer rationalen Zeit, in der der Mensch in den Mittelpunkt gestellt wird. F\u00fcnf \u2019Basisbeziehungen\u2019 sind entscheidend f\u00fcr die zwischenmenschlichen Beziehungen: Herr-Knecht, Vater-Sohn, \u00e4lterer Bruder-j\u00fcngerer Bruder, Ehemann-Ehefrau und Freund(in)-Freund(in). <span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Menschlichkeit<\/strong><\/span> war das allerwichtigste.<\/p>\n<p>Wer sein Verhalten darauf nicht abstimmte, hie\u00df per Definition unmenschlich. Eine dritte Option gab es nicht. Menschsein bedeutet Pflichterf\u00fcllung, sich anpassen, wissen was das richtige ist, Toleranz, Respekt gegen\u00fcber anderen und der Gehorsam an seine Pflichten als Kind.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u2019Schaue, wie die Vorfahren es machten und lerne davon\u2019. Beispiele aus der Vergangenheit dienen dazu, sich selbst zu spiegeln und sich zu finden. Auch Rituale und Zeremonien k\u00f6nnen dabei sinnvoll sein. Sie helfen, das zu erwecken, was tief im Menschen lebt: die <span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Entschleierung<\/strong><\/span> des allumfassenden Prinzips.<\/p>\n<p>F\u00fcr Konfuzius war Erziehung ein wichtiges Thema: nicht als Zwang von au\u00dfen, sondern als Unterst\u00fctzung beim selbst\u00e4ndig werden. \u2019Wer sich selbst nicht helfen kann, dem kann ich auch nicht helfen\u2019. Die Botschaft des Konfuzius klingt oft sehr einfach: allgemeing\u00fcltig, aber gleichzeitig erhaben. So ist es auch wirklich: h\u00f6chste Lebenskunst kann in gew\u00f6hnliche Dinge des Alltags eingebettet sein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\"><strong>Hinduismus<\/strong><\/span><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Der Hinduismus ist aus Zentralasien bekannt. Er bietet -in allen m\u00f6glichen Variationen- auch eine \u2019Lebenslehre\u2019 <em>ohne<\/em> Verwendung eines bis zur Person degradierten Gottes. Das Ziel aller hinduistischen Lehre ist die letztendliche Perfektion des Menschen nach vielen Wiedergeburten auf der Erde. Der Mensch ist ein sich st\u00e4ndig entwickelndes <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>geistiges Wesen<\/strong><\/span>.<\/p>\n<p>Er kann intuitiv wissen, dass er an erster Stelle <em>nicht<\/em> die physische Lebensform ist, weil diese verg\u00e4nglich (sterblich) ist. Sein K\u00f6rper ist -wie ein zeitliches Vehikel- ein Werkzeug des Selbst, vom bewussten Wesen das er ist. Dank dieses Vehikels kann der Mensch in der irdischen Umgebung der groben Materie allerhand Erfahrungen sammeln und immer subtilere Lektionen des Lebens lernen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Vollkommenheit ist eigentlich eine R\u00fcckkehr zu der Quelle, aus der alles Existierende entstanden ist. Denn es gibt <em>ein<\/em> universelles Prinzip, das allem, also einschlie\u00dflich aller Lebensformen, zugrunde liegt. Nicht nur formt es die \u2019einzige Grundlage\u2019, aber es ist auch -wie ein spiritueller Kern- immer in allem da. Es ist sogar die Essenz jedes Atoms im Kosmos, jedes Atomkernteilchens, jedes Quantenteilchens.<\/p>\n<p>Moksha (die Vollkommenheit) ist also im Grunde Wiedervereinigung: <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>Vereinigung mit dem Allerh\u00f6chsten<\/strong><\/span>. Die Evolution ist wie eine Spirale: schlie\u00dflich findet Vereinigung statt, aber auf einem viel h\u00f6herem Niveau.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Alles, was existiert, unterliegt einem fortlaufenden Prozess der Sch\u00f6pfung. Nichts ist jemals \u2019fertig\u2019. Jede Handlung und jedes Ereignis verursacht wieder neue Handlungen und Ereignisse. Diese unabl\u00e4ssige Selbstsch\u00f6pfung ist Karma.<\/p>\n<p>Der gesamte Kosmos ist mit \u2019Jivatma&#8217; (Geist) gef\u00fcllt. Also auch jede Form in ihm: alle Mineralien, Pflanzen, Tiere und Menschen. Die Sch\u00f6pfung entstand aus dem \u2019H\u00f6chste Brahman\u2019, die grundlose Ursache, die \u2019Geist-Stoff\u2019 ist (<em>nicht<\/em> Geist <em>und<\/em> Stoff!). <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>Geist und Materie sind eins<\/strong><\/span>.<\/p>\n<p>Dies bedeutet, dass Kraft (zum Beispiel der Wille) und substantielle Form ebenfalls untrennbar sind. Gedanken (Gedankenkr\u00e4fte) sind daher ebenso real wie das greifbar Geformte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Karma (Wirkung) ist das Grundgesetz der Natur, und gilt vor allem f\u00fcr die kreative Intelligenz. Wie der Mensch \u2019in seinem Herzen\u2019 denkt, so realisiert er sich selbst und seine eigene Welt. <em>So<\/em> wird er sein und <em>so<\/em> wird seine Welt! Potenziell war und ist alles schon -wie im Keim- innerlich vorhanden. Durch die Evolution wird zunehmend mehr realisiert.<\/p>\n<p>Auch Purusha (das innere Selbst des Menschen) war ebenfalls immer da. Potenziell war und ist alles bereits im Selbst vorhanden, universell und perfekt. W\u00e4hrend seiner Entwicklung f\u00fcgt der Mensch eigentlich nichts hinzu, sondern <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>entschleiert<\/strong><\/span> nur seine bisher verborgenen M\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wesentlich ist die selbstverst\u00e4ndliche Notwendigkeit, um immer wieder einen neuen K\u00f6rper zu formen um die individuelle Entwicklung fortf\u00fchren zu k\u00f6nnen. Dies gilt f\u00fcr jede Geist-Einheit, also auch f\u00fcr die Entit\u00e4t, die ein Mensch in sich selbst ist.<\/p>\n<p>Die endg\u00fcltige Vollkommenheit erfolgt durch die Vereinigung von allem-was-ist. Dieses Vereinigen geschieht nat\u00fcrlich im Geist, denn alles besteht ja in erster Instanz innerlich. Vereinigen = Yoga. Die erste Yoga-\u00dcbung greift ja im Geiste an, durch das Z\u00e4hmen des Denkens. Dies Denken darf nicht, wie noch so oft geschieht, mit dem Menschen Rei\u00dfaus nehmen, sondern man muss sein <strong><span style=\"color: #00ffff;\">Denken zur Ruhe bringen<\/span>,<\/strong> um zu lernen es als Werkzeug zu beherrschen und zu nutzen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\"><strong>Buddhismus<\/strong><\/span><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Der Buddhismus ist die Lehre Siddhartha Gautamas (563-483 vor Christus), der wichtigste aller Buddhas (\u2019Aufgekl\u00e4rten\u2019). Nach der indischen Tradition ist Buddha die Bezeichnung f\u00fcr Menschen, die durch das Erreichen des vollen Wissens die Evolutionsstufe der Vollkommenheit erreicht haben und \u2019erleuchtet\u2019 werden.<\/p>\n<p>Nach vielen Jahren der Isolation, Pr\u00fcfungen und Forschung kehrte Gautama als Erleuchteter von seiner Einsamkeit zur\u00fcck und stellte eine Anleitung zusammen f\u00fcr den Dienst an Mitmenschen. Auf der Grundlage dieser Anleitung kann der Mensch <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>in sich selbst<\/strong><\/span> Antworten auf Fragen finden wie: \u2019Warum lebe ich?\u2019 und \u2019Was bedeutet das Leben f\u00fcr mich?\u2019. Gautama wird seitdem als der Gro\u00dfe F\u00fchrer geehrt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Leben selbst oder das Leben jeder Kreatur -so auch das Leben eines Menschen- ist neutral und universal. Es ist ein Ph\u00e4nomen ohne einen Gegensatz: nicht sch\u00f6n oder h\u00e4sslich, nicht angenehm oder widerlich, nicht g\u00fcnstig oder ung\u00fcnstig, nicht attraktiv oder \u00e4rgerlich. Die verschiedenen Stadien, in denen sich das Leben uns pr\u00e4sentiert sind nur Formvariationen des <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>ewigen Gleichen<\/strong><\/span>. Nur wir <em>selber<\/em> machen die Unterschiede!<\/p>\n<p>So ben\u00f6tigen die Menschen zum Beispiel einen Zeitablauf (Vergangenheit-Gegenwart-Zukunft) um die Ereignisse des Lebens einordnen zu k\u00f6nnen. Der Mensch hat Gegens\u00e4tze geschaffen um \u00fcbers Leben urteilen zu k\u00f6nnen und seine Gedanken zu regulieren. Macht er etwas richtig oder w\u00e4hlt er das Falsche, ist etwas sinnvoll und wichtig oder gerade nicht?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mit unserem Begriff der \u2019Geburt\u2019 beginnt eine andere Lebensform: Leben bekommt nun auch eine physische Form. Mit dem \u2019Sterben\u2019 f\u00e4llt der physische Teil wieder weg: die Lebensform \u00e4ndert sich wieder. \u2019Tod\u2019 bedeutet Geburt im n\u00e4chsten Lebensabschnitt.<\/p>\n<p>Gautama verglich dies mit \u2019unserem\u2019 Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. Wer in Gedanken mit der Sonne, die sich selbst nicht wesentlich \u00e4ndert, mitbewegt, erlebt den Aufgang und Untergang einfach nicht.<\/p>\n<p>Der Mensch muss entdecken, dass er (viel) mehr als seine \u00e4u\u00dfere Erscheinung ist. Er ist eine ewige Monade (Einheit) des Geist-Stoff (<em>nicht <\/em>Geist <em>und <\/em>Stoff!). <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>Geist und Materie sind eins<\/strong><\/span>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wenn wir in der Lage sind, uns den Gedanken mehr eigen zu machen, dass der Mensch eine solche Einheit und nicht nur seine k\u00f6rperliche Erscheinung ist, n\u00e4hern wir uns unserem wahren Selbst. Dies ist das immer fortw\u00e4hrende Leben, das sich von innen heraus nach au\u00dfen ausdr\u00fcckt. Solange der Mensch sich nur an seine physische Existenz h\u00e4lt, muss er immer wieder die sogenannte \u2019andere Seite\u2019 erfahren: die des Todes.<\/p>\n<p>Denn st\u00e4ndig wird geboren und gestorben. Dem k\u00f6nnen wir nicht entgehen. Allerdings f\u00e4llt diese \u2019andere Seite\u2019 gef\u00fchlsm\u00e4\u00dfig f\u00fcr den Menschen weg, der eine Einheit des Denkens (im Geist) und des Erfahrens (im Stoff) erreicht hat. Er oder sie erlebt die <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>F\u00fclle jeder Form des Seins<\/strong><\/span>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Entit\u00e4t die -nach einer Ruhepause- in der materielle Welt wiedergeboren wird, bringt lediglich die Essenz fr\u00fcherer Erfahrungen mit in das neue irdische Leben. \u00a0Hierin finden wir unter anderen die Erkl\u00e4rung f\u00fcr ein sogenanntes Wunderkind.<\/p>\n<p>Wiedergeburt bedeutet also nicht das \u2019Wiederkommen der selben Person\u2019 in einem neuen K\u00f6rper. Gautama beschrieb es als das \u2019Aroma\u2019 der Handlungen, wieder sichtbar geworden in der Materie. Wer sich in der Einheit von Geist und Materie f\u00fcgen kann, ist am besten in der Lage die Idee der Reinkarnation zu akzeptieren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n    <object classid=\"clsid:D27CDB6E-AE6D-11cf-96B8-444553540000\" id=\"swfobj_2\" width=\"840\" height=\"180\" align=\"none\">\n      <param name=\"movie\" value=\"http:\/\/www.levendleven.net\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/Fountain.swf\" \/>\n      <param name=\"align\" value=\"none\" \/>\n      <!--[if !IE]>-->\n      <object type=\"application\/x-shockwave-flash\" data=\"http:\/\/www.levendleven.net\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/Fountain.swf\" width=\"840\" height=\"180\" align=\"none\">\n      <!--<![endif]-->\n        \n      <!--[if !IE]>-->\n      <\/object>\n      <!--<![endif]-->\n    <\/object>\n\n<p><span style=\"color: #99cc00;\">GOTTESDIENSTE<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\"><strong>Judentum<\/strong><\/span><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Das Judentum verwendet die Idee von einem Gott, der \u2019immer da war\u2019 und der der Sch\u00f6pfer von Himmel und Erde ist. Das hebr\u00e4ische \u2019<span style=\"color: #00ffff;\"><strong>jesj me ajin<\/strong><\/span>\u2019 steht f\u00fcr \u201aSein aus dem Nichts\u2019. Folglich ist die Natur nicht selbst allm\u00e4chtig, aber der st\u00e4ndige Ausdruck des g\u00f6ttlichen Sch\u00f6pferwillens.<\/p>\n<p>Der aufmerksame Leser sieht die Parallele mit der wissenschaftlichen Urknall-Hypothese: \u2019Sein aus dem Nichts\u2019 bedeutet \u2019Creatio ex nihilo\u2019: Sch\u00f6pfung aus dem Nichts.<\/p>\n<p>Wie kann aus dem Nichts doch etwas erschaffen werden? Die Urknall-Hypothese gibt uns die Antwort: Es gab eine Explosion eines sogenannten \u2019schwarzen Lochs\u2019. Zwar war dieses unsichtbar, aber <em>nicht <\/em>leer. Kurz gesagt: bis gerade vor der Sch\u00f6pfung (Urknall) gab es &#8211;<em>nur<\/em> in Bezug auf Manifestation-\u00a0<span style=\"color: #00ffff;\"><strong>nichts<\/strong><\/span>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Andeutungen \u00fcber die Natur Gottes gibt es nicht. Gott selbst erkl\u00e4rt dies, als Moses bittet, Ihn sehen zu d\u00fcrfen: \u201eDas ist nicht m\u00f6glich, denn kein Menschliches Wesen kann mich anschauen und (auf der Erde) am Leben bleiben.&#8221;<\/p>\n<p>Dass der Mensch <em>wohl<\/em> das Werk Gottes in der Natur verstehen kann, aber <em>nicht<\/em> Sein Wesen, erl\u00e4utert Gott anderswo: \u201eDu sollst meinen R\u00fccken anschauen und <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>nicht mein Angesicht<\/strong><\/span>.&#8221; Gott ist also Geist. Man bedenke dabei, dass in der j\u00fcdische Auffassung der Mensch eine Einheit von Geist und K\u00f6rper (<span style=\"color: #00ffff;\"><strong>Geist-Stoff<\/strong><\/span>!) ist, <em>ohne<\/em> Trennung zwischen Seele und K\u00f6rper, wie in anderen Religionen. Mit anderen Worten:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Gott schuf den Menschen um sich durch den Menschen manifestieren zu k\u00f6nnen. Dabei ist das Wichtigste, dass Gott zus\u00e4tzlich gew\u00e4hrleistet hat, dass der Mensch sich dessen auch bewusst sein kann! Tief in sich selbst kann man <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>wissen<\/strong><\/span> ein g\u00f6ttliches Wesen zu sein. Das Selbst jedes Wesens ist im tiefsten Sinne g\u00f6ttlich.<\/p>\n<p>Dies kennen wir auch aus der Genesis: \u2019Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde\u2019. Zwar kann der Mensch nicht zum Wesen Gottes durchdringen, es gibt aber eine fortdauernde Verbindung mit Gott. Und dies bringt den Menschen in die Lage, um immer mehr sein <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>Selbst zu verwirklichen<\/strong><\/span> und nach Vollkommenheit zu streben. \u00dcbrigens deutet \u2019eine fortdauernde Verbindung mit Gott\u2019 deutlich auf die (auch anderswo diskutierte) innere Dimension jedes Menschen: der Weg zum tiefsten Selbst, zum g\u00f6ttlichen Monade.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bezeichnend ist die Idee, dass das j\u00fcdische Volk ein von Gott auserw\u00e4hltes Volk ist. Immer wieder w\u00e4hlt Gott f\u00fcr sein Volk einen gerechten Stammesvater, der den Auftrag Gottes ausf\u00fchren soll.<\/p>\n<p>Nach Adam ist dies Noah. Dieser erstellt einen einfachen Leitfaden (die Noahide Gebote) f\u00fcr das t\u00e4gliche Leben aller Menschen. Durch das Befolgen dieser Verhaltensregeln kann jeder der <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>Erl\u00f6sung teilhaftig werden<\/strong><\/span>. Die wichtigsten Richtlinien sind: keine G\u00f6tzen anbeten, keine Unzucht treiben und kein Blut vergie\u00dfen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Abraham, der n\u00e4chste Patriarch, wird sp\u00e4ter das Symbol f\u00fcr den bedingungslosen Glauben an Gott. Mit Abraham schloss Gott den ersten Bund und versprach ihm den \u2019Besitz der Erde\u2019 (symbolisiert komplettes Wissen) sowie eine zahlreiche Nachkommenschaft.<\/p>\n<p>Das von Land zu Land Ziehen des Volkes k\u00f6nnen wir als Symbol f\u00fcr die Befreiung des Menschen betrachten. Dieser kann sich aus seiner Umgebung befreien und schlie\u00dflich die ganze Welt zu seiner Welt machen. Damit ist nat\u00fcrlich der innere (g\u00f6ttliche) Weg gemeint.<\/p>\n<p>Nach Abraham folgt der Bund mit Isaak und Jakob. Letzterer gilt als der meist vollkommene Ahn. Er hat bewiesen, dass der Mensch sich immer wieder <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>erneuern<\/strong><\/span> kann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das \u2019auserw\u00e4hlt Sein\u2019 kam besonders zum Ausdruck als Moses -nach der Befreiung aus der \u00e4gyptischen Sklaverei und dem Durchgang durchs Rote Meer- auf dem Berg Sinai die Zehn Gebote erhielt. Damit erh\u00f6hte Gott nicht mehr ein Individuum, aber ein ganzes Volk zum F\u00fchrer um -im Interesse der Rettung anderer V\u00f6lker- die Welt vollkommen zu machen. Dass das \u2019auserw\u00e4hlt Sein\u2019 auch Leid beinhaltet, ist bekannt.<\/p>\n<p>Es ist auch sicherlich kein Privileg, sondern ein <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>Auftrag Gottes<\/strong><\/span>. Es wird als eine \u00dcbergangsphase zur sp\u00e4teren Totalerl\u00f6sung (der gesamten Menschheit) gesehen. Zur strikten Einhaltung der Gesetze geh\u00f6rt vor allem das Streben nach sozialer Gerechtigkeit. Die Beseitigung von Ungerechtigkeit -in welcher Form auch immer- ist ein wesentliches Element der Offenbarung am Sinai.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\"><strong>Christentum<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Das Christentum unterscheidet sich dadurch von anderen Religionen, dass Gott sich hier in einer historischen Person offenbart, Jesus, der sich als Einheit von Geist und K\u00f6rper manifestiert. Der Katholizismus betont die Kirche (der K\u00f6rper Christi) und der Protestantismus setzt das Wort an erster Stelle (der Geist Christi). Zentral jedoch steht die Einheits\u00fcberzeugung: <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>Geist-Stoff ist eins<\/strong><\/span>.<\/p>\n<p>Trotz der Einheitsidee neigen die Menschen auch hier immer wieder dazu in Gegens\u00e4tzen zu denken. Wo immer m\u00f6glich betonen sie entweder das \u00c4u\u00dferliche oder das Geistliche. Dadurch kommt selten zum Ausdruck, dass das Christentum im Grunde Aussicht auf die <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>Freiheit des Denkens<\/strong><\/span> bietet. Dieses ist blockiert solange man sich an die Kirche oder die Schrift bindet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Jesus selbst beendete die strenge Gebundenheit (an viele Gesetze und Verordnungen), die kennzeichnend ist f\u00fcr die Atmosph\u00e4re im Alten Testament (siehe Judentum). Er winkt diese Regeln nicht weg, aber nennt sie sekund\u00e4r: \u201eDer Sabbat ist f\u00fcr den Menschen und nicht umgekehrt!\u2019\u2019. Prim\u00e4r f\u00fcr Jesus ist die <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>universelle Liebe<\/strong><\/span>.<\/p>\n<p>Diese ist also mehr als die starke Zuneigung zwischen Eltern und Kindern, verliebter Partner, enger Freunde oder andere Beziehungen, die wir schnell geneigt sind \u2019liebevoll\u2019 zu nennen. Das Christentum meint die g\u00e4nzlich selbstlose, einzig richtige Beziehung zu Gott und den Menschen: Liebe Gott und deinen N\u00e4chsten wie dich selber. Gehorsamkeit gegen\u00fcber Gesetz und Bibel kommt erst danach.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Daher ist das Ziel, die optimale Gesinnung zu erstreben, womit der Mensch von der g\u00f6ttlichen Wirklichkeit in sich selbst, in seinen Mitmenschen, in der Natur und in allem um ihn herum bis einschlie\u00dflich des gesamten Kosmos, \u00fcberzeugt ist. Nat\u00fcrlich w\u00fcrdigt Jesus die Treue zu allerlei gut gemeinten Vorschriften. Allerdings ist er kein Sklave, sondern ein freier Mensch, der Begriffe wie <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>Liebe und Gerechtigkeit<\/strong><\/span> voraussetzt.<\/p>\n<p>Jeder Mensch kann in Freiheit w\u00e4hlen, seine spirituellen M\u00f6glichkeiten zu nutzen. Dass der eine diese Freiheit zum Guten und der andere mit schlechten Absichten anwendet, ist eine andere Sache. Das Neue Testament bietet zahlreiche Lektionen, um zu wissen, wie man damit umgeht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Mensch lebt immer zwischen zwei Polen: wenn er seine Freiheit negativ nutzt, kann sein Verhalten bis auf die Tierebene sinken, mit positiv gerichteter Freiheit kann er zu edlen H\u00f6hen steigen. Jesus f\u00fchrt vor, wie ein Mensch leben kann, wenn er sich davon bewusst ist, dass die Gottheit sich durch den Menschen offenbart.<\/p>\n<p>Jesus zeigt, dass kein einziger Mensch sich selbst befreien kann. Zu diesem Zweck ben\u00f6tigt er jemand anderen, der ihm oder ihr mit <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>bedingungsloser Liebe<\/strong><\/span> begegnet. Auf diese Weise kann man einen Mitmenschen von eventuellen Schuldgef\u00fchlen befreien und zum Beispiel merken lassen dass Selbstsucht nur negativ ist. Das h\u00f6chste, das der Mensch vollbringen kann, ist Selbstaufopferung f\u00fcr den anderen, manchmal mit seinem Leben. Dies kann man nicht er\u00f6rtern, nur f\u00fchlen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nur im Schenken der befreienden Liebe also findet man die <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>tiefste Bedeutung<\/strong><\/span> des menschlichen Lebens. Dem untergeordnet ist der richtige Umgang mit den Kr\u00e4ften in der Natur (f\u00fcr sich selbst und die anderen), oder das treu Folgen von allerlei Vorschriften. Der Mensch muss sich keinen Abgott machen:<\/p>\n<p>nicht streben nach Macht oder Vergn\u00fcgen; nicht sein Denken f\u00fcr das Wichtigste halten oder sich ganz einer Wissenschaft oder Kunst widmen. Zwar ist dies alles legitim, aber in diesen Beispielen schlie\u00dft ein solcher Mensch sich doch ab vor der potenziell -freien- Wahl ein \u2019Kind Gottes\u2019 zu sein. Nur durch tief in sich selbst mit dem G\u00f6ttlichen (der er im wesentlichen ist) Kontakt zu suchen, kann jeder Mensch sich zu einem Kanal f\u00fcr die <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>flie\u00dfende heilende Kraft<\/strong><\/span> der universellen Liebe machen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nochmals: die von Jesus versprochene Freiheit kann der Mensch unm\u00f6glich aus sich selbst zustande bringen. Dieser Freiheit k\u00f6nnen wir nur teilhaftig werden. Dazu k\u00f6nnen wir nur w\u00e4hrend aller Begegnungen, die wir in unserem Leben haben, wachsam sein: Begegnungen mit der lebenden Natur oder einer inneren Erfahrung, mit einer bestimmten Theorie oder Offenbarung, mit einem Buch, einem Kunstwerk, einem Menschen\u2026 Jeder Kontakt kann einen befreienden Sto\u00df bedeuten. Nicht nur f\u00fcr uns selber, sondern vor allem um damit die Freiheit <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>unserer N\u00e4chsten<\/strong><\/span> zu erweitern. Mit Hilfe der urspr\u00fcnglichen (nicht verzerrten) Lehre von Jesus konnte der Mensch sich die Freiheit bewusst machen. Das str\u00f6men lassen von universeller Liebe hilft uns das Geheimnis des Lebens zu entschleiern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\"><strong>Islam<\/strong><\/span><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Der Islam ist vielleicht das deutlichste Beispiel f\u00fcr eine einfache Personifikation der Allmacht: der intelligente steuernde Sch\u00f6pfer von allem was war, ist und sein wird: Gott oder Allah. Jeder Muslim glaubt an Allah und lernt: \u2019<strong><span style=\"color: #00ffff;\">La ilaha illa Allah<\/span>\u2019<\/strong> oder: \u2019Es gibt kein Objekt der Begierde und Liebe au\u00dferhalb Allah\u2019.<\/p>\n<p>Damit betont der Muslim, wer und was Gott eigentlich ist. Zwar sehen viele Dinge sch\u00f6n aus, aber das ist oft Schein. Die <em>wahre<\/em> Sch\u00f6nheit ist nur in Ihm zu finden. Denn Er ist die \u2019Quelle\u2019 aller Sch\u00f6nheit <em>und<\/em> Seine Sch\u00f6nheit ist sowohl ewig wie unver\u00e4nderlich.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Islam bedeutet: sich ganz dem Willen Gottes ergeben. Neben dem <em>Wissen<\/em>, wer und was Gott ist, strebt der wohlwollende Muslim das <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>Einwerden<\/strong><\/span> mit Ihm nach. Dies ist das ultimative Lebensziel und nat\u00fcrlich ist es die Kunst, um daf\u00fcr auf dem richtigen Weg zu bleiben. Der Muslim sollte vor allem daf\u00fcr sorgen, dass er oder sie nicht auf Abwege gelangt und nicht in die Versuchung kommt, etwas anders als Allah anzubeten. Dies w\u00fcrde eine Form des G\u00f6tzendienstes sein, und das ist tabu.<\/p>\n<p>Der Muslim wei\u00df sich von einem Gebet unterst\u00fctzt, das er <em>nur<\/em> an Allah richten kann und das ihn gleichzeitig davon abh\u00e4lt, einen eventuell falschen Pfad zu w\u00e4hlen. Das kurze \u2019<strong><span style=\"color: #00ffff;\">Allaho Akbar<\/span>\u2019<\/strong> bedeutet so viel wie: \u2019Ich erkenne nur die Gr\u00f6\u00dfe und Herrlichkeit des Allm\u00e4chtigen\u2019.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u2019Zur\u00fcck zum Anfang\u2019, das muss das Streben sein. Der Zweck des Daseins auf der Erde ist es, sich so anzustrengen, dass letztlich Vereinigung m\u00f6glich ist mit dem Ursprung (Gott), aus dem der Mensch entstanden ist. Wie das Verhalten am besten sein kann folgt aus zahlreichen Geboten und Verboten von Propheten, die der Sch\u00f6pfer (seit Jahrhunderten) immer wieder als Boten auf die Erde schickte.<\/p>\n<p>Alle Richtlinien sind in der Sjariat, dem \u2019g\u00f6ttlichen Gesetz\u2019 beschrieben. Um den \u2019erleuchteten Weg zum Vaterhaus\u2019 zu nehmen braucht man zun\u00e4chst die richtige Einstellung: <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>den Willen, den Weg zu gehen<\/strong><\/span>. Als n\u00e4chstes muss der Muslim alle Zweifel \u00fcberwinden und die Sjariat als inneren Weg anerkennen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dann kommt ein Moment, wo der Pilger gleichsam ein \u2019Feuer\u2019 entdeckt. Sein anf\u00e4nglicher Glauben ist nun zu v\u00f6lliger Gewissheit geworden, und er erlebt den begangenen Weg als absolute Realit\u00e4t. Schlie\u00dflich offenbart sich das Verlangen, <em>eins<\/em> mit diesem \u2019Feuer\u2019 zu werden, selber die Farbe davon anzunehmen.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich muss <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>das \u2019Herz\u2019 ge\u00f6ffnet<\/strong><\/span> sein, um das strahlende \u2019Licht der Gnade Gottes\u2019 empfangen zu k\u00f6nnen. Wenn die Zeit da ist, kann das Licht hineinflie\u00dfen und den Menschen total \u2019aufkl\u00e4ren\u2019. Vor allem andern gilt, dass nicht mehr die Rede ist von Eigennutz, also: \u2019Ich will nichts mehr als Ihr Wohlbehagen\u2019\u00a0 und \u2019Alle meine Taten sind nur auf die Suche Ihres Angesichtes gerichtet\u2019.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es ist nicht Gottes Wille, dass der Mensch sich in spirituelle H\u00f6hen verirrt. Er oder sie muss mit beiden F\u00fc\u00dfen auf dem Boden bleiben und so viel wie m\u00f6glich in der physischen Welt funktionieren. <em>Wohl<\/em> muss der Mensch, wo n\u00f6tig, bereit sein sich selbst zu opfern.<\/p>\n<p>Dies kann passieren, wenn ein Mensch sein gesamtes Leben Gott widmen will: \u2019Meine Gebete und Opfergaben, mein Leben und Sterben geh\u00f6ren nur Allah, dem Herrn der Welten\u2019. \u00dcbrigens ist es ein auf der Erde erreichbarer Zustand, dass -bei standhaftem Glauben- bereits Vorzeichen des Paradieses (das Leben in Gemeinschaft mit Allah) empfangen werden.<\/p>\n<p>Es scheint so, als ob der Mensch einen Schatz verloren hat. Wer diesen wirklich sucht, <strong><span style=\"color: #00ffff;\">findet Ihn zur\u00fcck<\/span>.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\"><strong>Sufismus<\/strong><\/span><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Den Sufismus k\u00f6nnen wir am besten als die mystische Betonung des Islam beschreiben. \u2019Suf\u2019 (das arabische Wort f\u00fcr Wolle) ist von den wollenen Kleidungsst\u00fccken, in die die ersten Sufis sich h\u00fcllten, abgeleitet. Sie bilden eine Bewegung im Islam die sich seit dem achten Jahrhundert haupts\u00e4chlich in der irakischen Hauptstadt Bagdad entwickelt hat.<\/p>\n<p>Kennzeichnend ist die <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>asketische Selbstdisziplin<\/strong><\/span>, die die Sufis aufbringen k\u00f6nnen. Sie f\u00fchlen sich verbunden mit den Juristen und Theologen aus zwei Gruppen, n\u00e4mlich: ein Orden der traditionellen Idealisten, und einer Schule der logisch denkenden Realisten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In der Sufi-Lehre schlagen sich verschiedene Aspekte nieder:<\/p>\n<p>&#8211; Betonung der einzigen Gottheit \u00e4hnlich wie im islamischen Denken (Theologie)<\/p>\n<p>&#8211; das mehr oder weniger \u00fcbernehmen eines unendlichen Vertrauens in die Gottheit (ethischer Aspekt)<\/p>\n<p>&#8211; die wiederholte Benennung von Gott, vor allem seine Eigenschaften oder seinen Namen (Liturgie):<\/p>\n<p>das sogenannte \u2019dhikr\u2019. In Gruppen verwendet kann dies zu einer Gemeinschaftsekstase f\u00fchren.<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter beeinflusste die griechische Zivilisation auch den Islam. Vor allem die neuplatonischen Gedanken beeinflussten die islamische Welt. Damit wurde der Sufismus <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>idealistischer<\/strong><\/span> und \u00fcbernahm viele Werte der griechischen Welt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir sehen, wie dann eine Spaltung entsteht: ein Zweig identifiziert sich mit der monistischen Ann\u00e4herung an die Gottheit, und ein zweite konzentriert sich viel mehr auf die orthodoxen Lehren. Damit geht der zweite Zweig schlie\u00dflich v\u00f6llig in den schon bestehenden Sunniten auf.<\/p>\n<p>Ab dem zw\u00f6lften Jahrhundert hat der Sufismus (Zweig eins) sich vor allem durch die Bildung zahlreicher Bruderschaftsgruppen gekennzeichnet.<\/p>\n<p>Im Arabischen nennt man diese Bruderschaften \u2019taricq\u2019, was soviel wie \u2019Weg\u2019 bedeutet. Deutlich tritt auch hier wieder der Nachdruck auf den <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>inneren Weg<\/strong><\/span>, den der Sufi gehen kann, zutage. Auch der heutige Sufismus will den Mitmenschen auf diesem \u2019Pfad\u2019 zu seinem tiefsten Selbst f\u00fchren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n    <object classid=\"clsid:D27CDB6E-AE6D-11cf-96B8-444553540000\" id=\"swfobj_3\" width=\"840\" height=\"180\" align=\"none\">\n      <param name=\"movie\" value=\"http:\/\/www.levendleven.net\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/Fountain.swf\" \/>\n      <param name=\"align\" value=\"none\" \/>\n      <!--[if !IE]>-->\n      <object type=\"application\/x-shockwave-flash\" data=\"http:\/\/www.levendleven.net\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/Fountain.swf\" width=\"840\" height=\"180\" align=\"none\">\n      <!--<![endif]-->\n        \n      <!--[if !IE]>-->\n      <\/object>\n      <!--<![endif]-->\n    <\/object>\n\n<p><span style=\"color: #99cc00;\">DAS WESTEN<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\"><strong>Humanismus<\/strong><\/span><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Der Humanismus beinhaltet zwar keine einheitliche, allumfassende Weltanschauung mit Richtlinien f\u00fcr den Alltag, stellt sich aber keineswegs au\u00dferhalb jeder Art von Philosophie und Religion. Denn jeder Mensch, f\u00fcr den \u2019nur am Leben bleiben\u2019 nicht genug ist, <em>muss<\/em> wohl die Frage nach dem Sinn des Lebens stellen.<\/p>\n<p>Der Humanist f\u00fchlt sich nicht gebunden an eine bestimmte Vision und lebt auch ohne ein vorher bestimmtes Ziel, aber\u00a0 eine bestimmte Lebensanschauung fehlt nicht. Diese ist nur ein <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>rein pers\u00f6nliches<\/strong><\/span> geistiges Gut, das sich so zu sagen immer wieder erobern l\u00e4sst und dann erneut Gestalt annimmt. Gerade wegen dieser Bewegung bekommt eine solche Lebensanschauung individuellen Wert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Oft sind es die gew\u00f6hnlichen Alltagserfahrungen, die uns zwingen, immer wieder die Frage zu stellen, was etwas f\u00fcr uns bedeutet oder welchen Wert es f\u00fcr uns hat. Durch die Art unserer Reaktion, also mit den gew\u00e4hlten Handlungen, bringen wir folglich zum Ausdruck, wie wir im Leben stehen.<\/p>\n<p>Dabei stellt der wahre Humanist die <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>Achtung f\u00fcr den Menschen<\/strong><\/span> in seinem Weltbild zentral. Es ist ja der Mensch, der sowohl Sch\u00f6pfer aller Standards und geistigen Werte ist, sowie Teilnehmer an den nat\u00fcrlichen und sozialen Prozessen, in denen diese Werte eine Rolle spielen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sprechend \u00fcber \u2019den Mensch\u2019 geht es nat\u00fcrlich vor allem um den wirklichen Menschen, das hei\u00dft das Selbst als tiefste Erfahrung von dem, was jemand im Wesentlichen ist. Sich nicht mehr als \u2019Ding\u2019 oder \u2019Spielball des Schicksals\u2019 zu f\u00fchlen, aber dieses \u2019Bewusstsein des Selbst\u2019\u00a0 ist f\u00fcr viele die Anerkennung des wahren Menschseins.<\/p>\n<p>Wir erleben dieses meist Individuelle als das einzig Wertvolle in uns. Jeder Versuch, es genauer zu bestimmen, ist dazu verdammt, fehlzuschlagen. Wie w\u00fcrden wir etwas, das nie zu objektivieren ist, jemals zum Objekt unseres Denkens machen k\u00f6nnen? Wenn dies tats\u00e4chlich gel\u00e4nge, w\u00fcrden wir uns sofort in unserem Gehirn gefangen f\u00fchlen. Jedoch: dieses Bewusstsein des Selbst bedeutet eben <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>Befreiung<\/strong><\/span>!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das pers\u00f6nliche Erfahren (meine Pers\u00f6nlichkeit, mit der ich mich im Leben pr\u00e4sentiere) scheint im \u00dcberpers\u00f6nlichen verwurzelt zu sein. Man muss versuchen, sich mehr und mehr vom Pers\u00f6nlichkeitsgef\u00fchl zu l\u00f6sen und immer mehr sich bewusst im \u00fcberpers\u00f6nlichen Selbst zu verankern (also vom \u00dcberpers\u00f6nlichen aus leben).<\/p>\n<p>Dies kann eine tiefgreifende Ver\u00e4nderung bedeuten. Zun\u00e4chst wird er oder sie eine Verbindung mit einer viel gr\u00f6\u00dferen Ganzheit erfahren, die au\u00dferdem auch viel tiefer reicht. Dieses kann sp\u00e4ter zu dem Gef\u00fchl f\u00fchren, dass eine <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>Vereinigung<\/strong><\/span> mit dieser umfassenden Ganzheit m\u00f6glich ist. Schlie\u00dflich w\u00e4chst das Bewusstsein in Richtung eines \u2019Wissens\u2019, dass es sich bez\u00fcglich dieser Ganzheit um \u2019alles was ist\u2019 handelt, und dass das Selbst -wie v\u00f6llig selbstverst\u00e4ndlich und nat\u00fcrlich- in dieser Ganzheit aufgehen kann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Humanist wagt es dies ohne Hemmung eine religi\u00f6se Erfahrung zu nennen. Von manchen Seiten wird behauptet,\u00a0 dass der Humanismus ungef\u00e4hr das Gleiche wie Atheismus ist: von Gott ist ja nicht die Rede. Allerdings ist dieses Bild sehr kurzsichtig, denn auch im humanistischen Denken sind Zeugnisse zahlreicher religi\u00f6ser Mystiker bekannt. Mystiker verschiedener Kulturen, die im Laufe der Jahrhunderte zur Bl\u00fcte kamen. Alle \u00c4u\u00dferungen beschreiben die seltenen und wertvollen Erfahrungen einer <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>inneren Realit\u00e4t<\/strong><\/span>. Eine solche innere Erfahrung kann entscheidend sein.<\/p>\n<p>Sie kann den \u2019Weg\u2019 zum \u2019Mensch werden\u2019 zeigen, was der Sinn des Mensch-seins ist. Das weitere Folgen dieses Weges wurde zuvor schon erw\u00e4hnt: sich bem\u00fchen, mehr und mehr vom tiefsten Selbst (aus dem \u00dcberpers\u00f6nliche) zu leben. Dieses zeigt sich schlie\u00dflich im Handeln eines Menschen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Alles was menschlich ist, ist definitionsbestimmt humanistisch. Ein wichtiger Aspekt davon ist auch die F\u00e4higkeit, in v\u00f6lliger Ruhe sein zu k\u00f6nnen. Im Kapitel \u2019Pers\u00f6nlich\u2019 ist detailliert beschrieben worden, wie jemand das <strong>\u2019<span style=\"color: #00ffff;\">in-Ruhe-sein<\/span><\/strong>\u2019 \u00fcben und das \u2019in sich selbst Einkehren\u2019 erreichen kann. Dies ist keineswegs f\u00fcr jeden Menschen selbstverst\u00e4ndlich.<\/p>\n<p>Zur gleichen Zeit w\u00fcrde jeder wissen m\u00fcssen dass es eine <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>gro\u00dfartige Erfahrung<\/strong><\/span> bedeuten kann, wonach sich viele -nach einmaligem Erleben- immer sehnen. Es ist bedauerlich, dass viele Menschen die Stille am liebsten vermeiden. Wahrscheinlich wissen sie keinen Rat, wenn sie vertraute Dinge -wie viel Licht, Kontakt mit anderen, Hintergrundmusik, Gewohnheiten und so weiter- entbehren m\u00fcssen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\"><strong>Theosophie<\/strong><\/span><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Theosophie ist eine philosophische Lebensanschauung, die so alt ist wie die Menschen denken k\u00f6nnen (auch wenn nicht immer unter diesem Namen). Es ist eine Vision von der Entstehung und Entwicklung des Universums, des Lebens und insbesondere der menschlichen Spezies. Zentral steht eine freibleibende und kritische Untersuchung des \u2019alles-was-ist\u2019.<\/p>\n<p>Ziel der Theosophen ist es, eine weltweite Bruderschaft zu bilden, in der Gleichgesinnte zusammen einen positiven Impuls gestalten. Wer nach dem Sinn des Lebens im Allgemeinen sucht, und im besonderen seinem Leben Inhalt und Wert geben m\u00f6chte, dem wird ein Weg angeboten. Er oder sie kann dann selbst beurteilen, ob dieser herausfordernde Pfad auch sein oder ihr <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>Lebensweg<\/strong><\/span> sein kann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Lehren basieren sich auf \u00e4ltestem Wissen, appellieren an unseren Sinn f\u00fcr Logik und an unsere intuitive F\u00e4higkeit. Die theosophische Gedankenwelt wurde -teilweise aus inspirativ empfangenen Aufzeichnungen- von der Russin Helena Petrovna Blavatsky (1831-1891), die ihre Ausbildung in Indien erhielt, eingreifend geordnet. Im Jahre 1875 war sie Mitbegr\u00fcnderin der (internationalen) \u2019Theosophical Society\u2019. Deren Zielsetzungen sind:<\/p>\n<p>&#8211; nach einer universellen Br\u00fcderlichkeit der Menschheit streben, ohne Unterschied des\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Geschlechts, Religion, Rasse, Hautfarbe oder Rang, und basiert auf dem <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>geistigen Ursprung<\/strong><\/span> des Menschen;<\/p>\n<p>&#8211; Religionen, philosophische- und wissenschaftliche Systeme studieren und vergleichen;<\/p>\n<p>&#8211; die scheinbar unerkl\u00e4rlichen Naturgesetze und latenten Kr\u00e4fte im Menschen untersuchen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Theosoph ist sich davon bewusst, dass alle gro\u00dfen Religionen tats\u00e4chlich aus der so genannten <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>archaischen Weisheit<\/strong><\/span> entwickelt wurden, von der Stiftung Lebend!Leben als \u2019die \u00e4ltesten \u00dcberlieferungen\u2019 angedeutet. Von dem alten Wissen gebildet, erschienen im Laufe der Jahrhunderte immer wieder aufgekl\u00e4rte Lehrer auf unserem Planeten.<\/p>\n<p>Von ihnen lernte die Menschheit -passend f\u00fcr die jeweilige Zeit- was das Leben f\u00fcr jeden Menschen bedeutete und wie die Gemeinschaft am besten zusammenwirken k\u00f6nnte. Es gab auch Zeiten, zum Beispiel bei kritischen Situationen in der Evolution, dass -von den damaligen F\u00fchrern- Hilfe geboten wurde ohne dass (im Hintergrund) <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>gro\u00dfe Lehrer<\/strong><\/span> sich dabei zu erkennen gaben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Solange es Menschen gibt (circa 18 Millionen Jahre) ist die alte Weisheit immer wieder angeboten worden, immer in \u00dcbereinstimmung mit den Anforderungen des entsprechenden Zeitabschnitts. Die ber\u00fchmtesten Lehrer in unserer Zeit waren Gautama der Buddha und Jesus von Nazareth. Die Theosophie bietet einen <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>zeitgen\u00f6ssischen Impuls<\/strong><\/span> der gleichen Weisheit.<\/p>\n<p>Obwohl Theosophie buchst\u00e4blich \u2019Weisheit Gottes\u2019 bedeutet, ist es keineswegs eine Religion. Das komplette System umfasst mehr Wissenschaft als Theologie. Theosophie ist eigentlich die Wissenschaft der Wissenschaften und kann am besten als <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>religi\u00f6se Wissenschaft<\/strong><\/span> beschrieben werden. Die Lehre bezieht sich auf alle Facetten der inneren und \u00e4u\u00dferen Natur, akzeptiert keinen \u2019Zufall\u2019, wie wir dies in unserem Sprachgebrauch kennen, sondern nur Gesetzm\u00e4\u00dfigkeit in allen Dingen und in allen Situationen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In der Theologie geht es meistens um Gottesahnung durch eine (von au\u00dfen) einstr\u00f6mende Inspiration Gottes. Die Theosophie sieht die gleiche Erfahrung Gottes eher als individuelle M\u00f6glichkeit, die wir (von innen) intuitiv erleben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Dazu wagt ein Theosoph sich weiter als der Mystiker durch dar\u00fcber hinaus sein \u2019intuitives Wissen\u2019 an sich immer weiter entwickelnden wissenschaftlichen Erkenntnissen zu pr\u00fcfen. Ausgangspunkt ist die zeitlose, unsterbliche Wesenheit in jedem Lebewesen (g\u00f6ttliche Monade), das \u2019Bewusstsein\u2019 von allem in der Natur, bis in jedes Atom und jedes Quant. Die Evolution ist nichts mehr -aber auch nicht weniger!- als ein st\u00e4ndiger kosmischer gesetzm\u00e4\u00dfiger Verlauf der Erfahrungen aller <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>geistigen Wesenheiten<\/strong><\/span>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das hier gemeinte &#8216;Bewusstsein&#8217; definiert der Theosoph mit einem spirituellen Axiom:<\/p>\n<p>\u2019Es gibt <em>ein<\/em> grundloses Grundprinzip, das alles durchdringt, dauerhaft ist und allem Dasein zugrunde liegt. Es ist universell und unverg\u00e4nglich, ewig allgegenw\u00e4rtig, grenzenlos und unver\u00e4nderlich\u2019.<\/p>\n<p>Auf mich selbst bezogen begegnet man diesem &#8216;Bewusstsein&#8217; mit: \u2019strahlender als die Sonne, reiner als der Schnee, leerer als der \u00c4ther ist das Selbst, das Bewusstsein in mir. Ich bin das Selbst; das Selbst bin ich\u2019. Auch ein spirituelles Axiom gibt es, um die (prim\u00e4re) <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>innere Bedeutung<\/strong><\/span> von allem was besteht, kernig zu deuten: \u2019Es gibt eine absolute Realit\u00e4t, die jeder manifestierten -konditionierten- begrenzten Natur vorausgeht\u2019. Alles hat eine inh\u00e4rente\u00a0 Wahrheit.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Lange Zeit lebte in der westlichen Tradition die Idee, dass Leben und Tod f\u00fcr immer Mysterien bleiben w\u00fcrden. Die Theosophie liefert dagegen die befreiende Botschaft, dass es m\u00f6glich ist, <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>wahre Kenntnis<\/strong><\/span> der Wirklichkeit zu erlangen. Seit Jahrhunderten haben besonders die Kirchen versucht, den Leuten vorzuhalten, dass es sinnlos sei die wahre Erkenntnis zu suchen. Dieses hat so viel Argwahn hervorgerufen, dass es jetzt die gr\u00f6\u00dfte Barriere bildet.<\/p>\n<p>Viele von uns f\u00fchlen diese Zur\u00fcckhaltung in sich und sind extrem vorsichtig, um auf eine solche positive Botschaft einzugehen. Eine direkte Folge davon ist zum Beispiel das zum Tabu erkl\u00e4ren von allem, was sich auf normales Sterben bezieht. Man hat sogar Angst dar\u00fcber nach zu denken, geschweige dar\u00fcber zu reden. Viele f\u00fcrchten ein \u2019<span style=\"color: #00ffff;\"><strong>todnormales<\/strong><\/span>\u2019 Geschehen in der Natur.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Doch ist niemand v\u00f6llig unwissend wenn es \u00fcber das Wunder des Lebens geht (einschlie\u00dflich des normalen geboren werden und sterben). Intuitiv kann jeder tief im Herzen f\u00fchlen dass dank der \u2019Lehrschule des Lebens\u2019 (die wir Jahrhunderte lang folgen), sich ein Weg zeigt, der jeden Menschen zu seinem oder ihrem \u2019Zuhause\u2019 f\u00fchren wird.<\/p>\n<p>Nur Unwissenheit \u00fcber den Zweck unseres Lebens und die Mittel um unser Ziel zu erreichen, kann zu einem Irrweg f\u00fchren, zur Zeitverschwendung und vielleicht zum Scheitern. Wir k\u00f6nnen uns unn\u00f6tiges <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>Leiden ersparen<\/strong><\/span> und auch den Mitmenschen auf unserem Pfad das <strong><span style=\"color: #00ffff;\">Leben erleichtern<\/span>,<\/strong> durch alle R\u00fcckhalte beiseite zu schieben und uns der verf\u00fcgbaren wahren Kenntnis zu \u00f6ffnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\"><strong>Gnosis<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Gnosis bedeutet \u2019Kenntnis\u2019, und damit ist vor allem \u2019die \u00e4lteste Kenntnis\u2019 gemeint, die in allen Zeiten immer wieder auflebt. Diese \u2019wahre Kenntnis\u2019 oder \u2019tieferes Verst\u00e4ndnis\u2019 verbindet Aspekte der Wissenschaft, Philosophie, Religion und Kunst. Es geht um die Entwicklung der latenten Kr\u00e4fte im Menschen, um die Kunst, das Leben in Einklang mit Natur und Kosmos zu leben, und in Harmonie mit sowohl der Au\u00dfenwelt als auch der inneren Realit\u00e4t zu sein.<\/p>\n<p>Von zentraler Bedeutung ist die Einsicht in das Wesen aller Dinge, in das Geheimnis des Lebens, des unendlichen Universums, die uns umringende Natur und -nicht zuletzt- in unser eigenes Wesen. Denn alle wahre Kenntnis beginnt mit dem Finden unseres <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>Selbst<\/strong><\/span>, mit Selbsterkenntnis.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Gr\u00fcnder der Gnostischen Bewegung war Samael Aun Weor, der die beabsichtigte Selbstpr\u00fcfung (die jede Person w\u00e4hlen kann) vorzugsweise mit \u2019Revolution\u00e4re Psychologie\u2019 andeutete. Diese bietet eine praktische Methode, um die schlummernden, latent anwesenden F\u00e4higkeiten in jedem gesunden Menschen zu entwickeln.<\/p>\n<p>Der Hauptschl\u00fcssel zum eigenen Wachr\u00fctteln ist die Wahrnehmung von sich selbst und insbesondere den Mut zur <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>Selbstkritik<\/strong><\/span> zu haben. Wer Frieden in sich selbst errichten und gl\u00fccklicher leben m\u00f6chte, muss nur den Mut zum s\u00e4ubern seiner Psyche haben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Man muss die unbewussten Ursachen (Versklavungen und Triebfedern) ermitteln. Ursachen die unfreiwillig immer wieder Gef\u00fchle der Tr\u00e4gheit und des Unwillens, Hass und Eifersucht, Gier und Neid, Angst, Unzufriedenheit, Disharmonie und so weiter hervorrufen. (Oder sind Sie, lieber Leser, davon schon v\u00f6llig befreit?)<\/p>\n<p>Solch eine unangenehme Erfahrung kann manchmal unsere Gef\u00fchle in Besitz nehmen, ohne dass wir uns dagegen wehren k\u00f6nnen. Was wir dabei allererst entdecken m\u00fcssen (und erkennen!), ist nat\u00fcrlich die Wissenschaft, dass <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>wir selbst<\/strong><\/span> einen solchen &#8216;\u00dcberfall&#8217; verursachen. Wie stark wir auch dazu neigen (oder uns sogar anstrengen!) um die unmittelbare Ursache au\u00dferhalb uns selbst zu suchen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Durch die Aus\u00fcbung der gnostischen Wissenschaft kann der Mensch in sich allm\u00e4hlich einen Prozess in Gang setzen. Er oder sie bekommt einen Einblick in die Funktionsweise der eigenen Gedanken und Gef\u00fchle. Es entwickelt sich eine innere Verwirklichung, die offen ist f\u00fcr die Anerkennung und Anwendung der Intuition.<\/p>\n<p>Sobald bewusst abw\u00e4gen und handeln unbewusstes Verhalten vertrieben hat, hat die T\u00fcr zum <strong><span style=\"color: #00ffff;\">selbst beherrschen<\/span><\/strong>\u00a0der Lebensprozesse und steuern eigener Lebenserfahrung sich ge\u00f6ffnet. Man ist dann nicht l\u00e4nger der passive Sklave, der nichts von der eigenen inneren Wirklichkeit wei\u00df.<\/p>\n<p>Der Gnostiker beschreibt dies als eine Chance, um eine Bewusstseinsrevolution in Gang zu setzen und damit seine oder ihre urspr\u00fcngliche menschliche W\u00fcrde zu rehabilitieren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Revolution\u00e4ren Psychologie zufolge gibt es f\u00fcnf Zentren im Menschen: das Denken, die Emotionen, die Beweglichkeit, der Instinkt und die Sexualit\u00e4t. Tats\u00e4chlich leben wir unser Leben durch diese Zentren, in denen alle unsere Lebenskraft gespeichert wird. Das Ziel unserer menschlichen Entwicklung ist es, alle Zentren in ausgewogener Weise funktionieren zu lassen. Dies ist viel leichter gesagt als getan. \u2019<strong><span style=\"color: #00ffff;\">Das Leben leben<\/span>\u2019<\/strong> ist ja kein Schulfach. Dennoch w\u00e4re es an jeder Schule f\u00fcr Allgemeinbildung keineswegs fehl am Platz. Es w\u00e4re f\u00fcr die Menschen eine enorme Unterst\u00fctzung auf ihrem Lebensweg. Denn eine Grundkenntnis der psychologischen Prozesse ist unentbehrlich, um ein wirklich <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>freier Mensch<\/strong><\/span> zu werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Solange wir uns -als Schule- noch mit dem normalen Alltag begn\u00fcgen m\u00fcssen, kann die Gnosis f\u00fcr uns eine wichtige Unterst\u00fctzung sein und uns dabei helfen, unsere <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>Unwissenheit \u00fcber uns selbst<\/strong><\/span> zu beseitigen. Dazu tauchen wir in die \u2019Esoterie\u2019 (abgeleitet vom Griechischen Esoteriko, das Innere), also in die innere Welt des Menschen.<\/p>\n<p>Dabei ist es interessant, dass niemand sich vor diesem Studium f\u00fcrchten muss. Hier gilt n\u00e4mlich ein bekanntes Naturgesetz: durch den Weg der Selbsterkenntnis \u00f6ffnet sich vom <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>spirituellen Pfad<\/strong><\/span> her der Zugang zu allem universell vorhandenem Wissen. Der selbstbewusste Mensch wird nicht durch B\u00fccher und Studium Kenntnis der Natur und des Kosmos erlangen, sondern durch direktes, intuitives Wissen. Die alte Weisheit lautet: \u2019Mensch kenne dich selbst und du wirst das Universum kennenlernen\u2019.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dies erinnert uns an eine andere ber\u00fchmte Redensart: \u2019Verbesser die Welt und fang bei dir selbst an\u2019.<\/p>\n<p>Zwar ist die gnostische Bewegung vor allem eine psychologische Schule, sie versucht aber auf diesem Wege letztendlich zum Frieden in der Welt beizutragen. Nat\u00fcrlich gelingt dies nur durch <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>mehr Frieden im Menschen<\/strong><\/span>.<\/p>\n<p>Solange es noch viele Menschen auf der Welt mit Kriegsstimmung in ihrem Wesen gibt, kann von dauerhaftem Frieden auf diesem Planeten nicht die Rede sein. Jeder, der die idealistische Vision unterschreibt, kann das Seine dazu tun, indem er oder sie die hier beschriebene Bewusstseinsrevolution in sich selbst Form gibt. Mit anderen Worten: nicht gegen andere streiten, sondern gegen die eigenen Unzul\u00e4nglichkeiten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Gnosis nennt als Lebenszweck des Menschen sich so f\u00fcr den inneren Weg zu \u00f6ffnen, dass der Gottesfunke in ihm zum Ausdruck kommen kann. Wer dies erreicht, ist \u2019Meister\u2019 geworden, womit der Gottesfunke gemeint ist, nicht der betreffende Mensch als Person. F\u00fcr die Verehrung der \u00e4u\u00dferen menschlichen Erscheinung gibt es keinen einzigen Grund.<\/p>\n<p>Im Grunde ist jeder Mensch immer eine <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>g\u00f6ttliche<\/strong> <strong>Essenz<\/strong><\/span>, also auch w\u00e4hrend seines irdischen Lebens. Jeder kann diese Essenz entwickeln und -sobald die Entschleierung ausreichend ist- gewahr werden, wie die universelle Weisheit sich in ihm oder ihr offenbart.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n    <object classid=\"clsid:D27CDB6E-AE6D-11cf-96B8-444553540000\" id=\"swfobj_4\" width=\"840\" height=\"180\" align=\"none\">\n      <param name=\"movie\" value=\"http:\/\/www.levendleven.net\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/Fountain.swf\" \/>\n      <param name=\"align\" value=\"none\" \/>\n      <!--[if !IE]>-->\n      <object type=\"application\/x-shockwave-flash\" data=\"http:\/\/www.levendleven.net\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/Fountain.swf\" width=\"840\" height=\"180\" align=\"none\">\n      <!--<![endif]-->\n        \n      <!--[if !IE]>-->\n      <\/object>\n      <!--<![endif]-->\n    <\/object>\n\n<p><b>Zusammenschau<\/b><\/p>\n<p><span style=\"color: #99cc00;\"><strong>Schlu\u00dffolgerung<\/strong><\/span><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Vermutlich macht es Sinn, etwas \u00fcber den Urknall zu lesen (siehe \u2019Makrokosmos\u2019 und \u2019Mikrokosmos\u2019), um uns vorstellen zu k\u00f6nnen, wie in fr\u00fcheren Zeiten einfache Leute davon etwas verstehen konnten. Wie konnte man ihnen erkl\u00e4ren, was Urknall bedeutet, was Kosmos und Leben ist. Und bestimmt genau so schwer war es,\u00a0 \u00fcber Themen wie moralisches Verhalten, gesundes Leben, die richtige Erziehung und ein soziales Zusammenleben zu reden.<\/p>\n<p>Es ist nicht verwunderlich, da\u00df hierbei ein Symbol einer allwissenden, lenkenden Vaterfigur auftauchte, die alles schaffen konnte und immer \u00fcberall um uns herum seine \u2019Augen und Ohren\u2019 hatte. Mit Hilfe einer solchen Darstellung war es m\u00f6glich, viele komplizierte Probleme in verst\u00e4ndliche Geschichten zu verpacken. Zuerst benutzte man <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>verschiedene G\u00f6tter<\/strong><\/span>, sp\u00e4ter erschien das <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>allumfassende Gotteskonzept<\/strong><\/span>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Manche Religionen benutzen eine eigene Logik, um die Existenz von Gott oder Allah zu beweisen, zum Beispiel: Jeder Mensch der nachdenkt f\u00fchlt, dass etwas existieren muss, das daf\u00fcr sorgte, ihn oder sie \u2019ins Leben hinein zu bringen\u2019 und nach dem Leben auf der Erde wieder \u2019aus diesem Strom\u2019 zur\u00fcck zu ziehen oder das Leben auf andere Weise zu beenden. Diese Macht muss Intelligenz besitzen, denn sonst kann sie kein intelligentes Wesen hervorbringen.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem schafft diese inteligente Macht nichts ohne Zweck, also hat auch der Mensch per Definition ein Ziel, womit er oder sie sich von allen anderen Wesen unterscheidet. Im tiefsten Sinne ist der Mensch ein \u2019<span style=\"color: #00ffff;\"><strong>G\u00f6ttlicher Funke<\/strong><\/span>\u2019, der das Kennen des G\u00f6ttlichen m\u00f6glich macht und der -wie von Natur- anspornt, dieses Ziel auf die eine oder andere Art und Weise zum Ausdruck zu bringen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Gl\u00fccklicherweise ist der personifizierte Gott nicht das einzige Symbol, das ins Leben gerufen wurde Dinge zu verdeutlichen. Mindestens so interessant sind die Versuche, Menschen solche Unterst\u00fctzung in einer Sprache zu bieten, die auf eigene Erfahrungen zur\u00fcckgreift. Eigentlich sollte jeder Mensch \u2019sein System\u2019 selbst w\u00e4hlen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Was ihn oder sie am meisten reizt, kann die gemeinte St\u00fctzfunktion ja am besten erf\u00fcllen.<\/p>\n<p>Viele bekommen aber immer noch von gut meinenden Eltern ein System mit \u2019auf die Reise\u2019. Ein Teil von ihnen ist oft ein Leben lang damit besch\u00e4ftigt, diese <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>Belastung<\/strong><\/span> wieder los zu werden. Wem dies nicht ganz gelingt, kann m\u00f6glicherweise noch etwas Trost in der Wissenschaft finden, dass eine \u2019n\u00e4chst h\u00f6here\u2019 und <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>erg\u00e4nzende Einsicht<\/strong><\/span> eine fr\u00fchere Einpr\u00e4gung verschwimmen lassen kann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wer eine Reihe von Systemen die Revue passieren l\u00e4sst (siehe \u2019Religionen &#8211; Systeme\u2019), kann gef\u00fchlsm\u00e4\u00dfig beurteilen von welchem System (oder mehreren) er oder sie sich am meisten angezogen f\u00fchlt. Nat\u00fcrlich ist jeder vollkommen frei, um auch ohne ein solches Hilfesystem zu versuchen, seinen Weg entlang der inneren Dimension zu finden.<\/p>\n<p>Das Interessanteste von allem ist jetzt auf die Einf\u00fchrung zur\u00fcck zu greifen: ist es vielleicht m\u00f6glich uns auch \u00fcber eine solche Reihe von Systemen zu erheben auf die \u2019n\u00e4chst h\u00f6here\u2019 Verst\u00e4ndnisebene? Dazu brauchen wir nur das Wesentliche jedes Systems richtig zu uns durchdringen zu lassen, sie <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>nebeneinander stellen<\/strong><\/span> und objektiv beurteilen, wo sie miteinander \u00fcbereinstimmen. Kurz gesagt:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #00ffff;\"><strong>1<\/strong><\/span>) Fast alle Systeme stellen den Menschen zentral.\u00a0<span style=\"color: #00ffff;\"><strong>2<\/strong><\/span>) In fast allen geht es anscheinend \u00fcber die Beziehung des Menschen zu seinem innersten Selbst und seinen N\u00e4chsten. In dieser Reihenfolge wohlgemerkt, denn wir wissen, dass jemand zuerst sich selbst lieben k\u00f6nnen mu\u00df (sprich: die Art wie er oder sie ist, vollst\u00e4ndig akzeptieren), bevor man anderen Liebe schenken kann.\u00a0<span style=\"color: #00ffff;\"><strong>3<\/strong><\/span>) Alle Systeme versprechen Erleuchtung und\/oder Erl\u00f6sung.<\/p>\n<p><span style=\"color: #00ffff;\"><strong>4<\/strong><\/span>) Die einkehrende Bewegung entlang der <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>inneren Dimension<\/strong><\/span> ist nahezu bei allen <em>der<\/em> Weg um sich dem faszinierenden Mysterium des Lebens zu n\u00e4hern.\u00a0<span style=\"color: #00ffff;\"><strong>5<\/strong><\/span>) Fast alle haben f\u00fcr das t\u00e4gliche Leben auf diesem Planeten Richtlinien bereit, seien es Empfehlungen oder Gesetze und Gebote.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Regeln wurden in einem heiligen Buch oder in heiligen Dokumenten festgelegt, die wir bei nahezu allen Systemen antreffen. Sowohl Judentum als Christentum berufen sich auf das Alte Testament. Daneben kennen die Juden die \u2019Noahide Gebote\u2019 und die zweiteilige \u2019Talmud\u2019. Im Neuen Testament (\u2019Bibel\u2019 Teil 2) finden wir die Lehren Jesu. Durch den \u2019Koran\u2019 lehrt Mohammed \u00fcber den Islam.<\/p>\n<p>Im fr\u00fchen China hantierte Konfuzius das \u2019Li\u2019; die Hindus kennen die vier \u2019Weda\u2019 und die Erz\u00e4hlungen von Krishna in der \u2019Bhagavad Gita\u2019 (Teil des gro\u00dfen Epos Mahabharata); f\u00fcr die Buddhisten ist Gautama der \u2019gro\u00dfe F\u00fchrer\u2019; in der Theosophie gibt es die \u2019Geheimlehre\u2019.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In manchen Religionen (vor allem den \u00e4lteren) waren die Menschen stark an die Schriften gebunden. Bei anderen sehen wir eine viel freiere Beziehung mit R\u00fccksicht auf die nat\u00fcrliche Welt um sie herum. Gleichzeitig sp\u00fcren wir noch starke Bindungen bei heutigen Minderheitsbewegungen innerhalb nahezu aller Hauptrichtungen.<\/p>\n<p>Im algemeinen k\u00f6nnen wir aber feststellen dass die Gottheit sich jetzt nicht mehr so intensiv und h\u00e4ufig durch Regeln und Propheten ausdr\u00fcckt wie es fr\u00fcher \u00fcblich war. Wer sich als Muslim zu den \u2019F\u00fcnf S\u00e4ulen\u2019 bekennt und als Christ zu den \u2019Zehn Geboten\u2019 kommt schon ziemlich weit. In der heutigen Zeit gibt es eine zunehmende <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>Akzeptanz<\/strong><\/span> direkter Offenbarung durch die lebende Natur.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #99cc00;\"><strong>Dennoch ein Dilemma?<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Global beschaut k\u00f6nnen wir nur einen Punkt fundamentalen Unterschiedes signalisieren: das Entstehen des Weltalls war meistens \u2019Gottes Sch\u00f6pfung\u2019, zum Beispiel im Christentum und im Islam. Hinduismus und Buddhismus dagegen sprechen vom \u2019ewig Sein\u2019. Dieses toleriert einander nicht, denn eine Sch\u00f6pfung von \u2019<span style=\"color: #00ffff;\"><strong>ewigem Sein<\/strong><\/span>\u2019 gibt es nicht!<\/p>\n<p>Auch schon im griechischen Altertum (unsere Urheimat) war es undenkbar, dass \u2019Etwas aus dem Nichts\u2019 entstehen k\u00f6nnte. Bei Aristoteles ist die \u2019<span style=\"color: #00ffff;\"><strong>ewige Materie<\/strong><\/span>\u2019 eine feste Gr\u00f6\u00dfe und er folgt damit allen griechischen Philosophen vor ihm. Es ist auch die Grundlage f\u00fcr die griechische Mythologie; es reimt sich jedoch <em>nicht<\/em> mit dem j\u00fcdische \u2019jesh me ajin\u2019 (siehe unter \u2019Judentum\u2019: \u2019Sein aus dem Nichts\u2019).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Urknall-Hypothese und Albert Einstein k\u00f6nnen uns aus diesem Dilemma befreien. Erstens bedeutet diese allgemein akzeptierte Hypothese, dass der Urknall kein absoluter Anfang war, aber eine Explosion von etwas, das <em>zuvor<\/em> schon existierte. Dies schlie\u00dft \u2019ewige Existenz\u2019 also nicht aus: \u2019ewig Sein\u2019 ist sicherlich akzeptabel.<\/p>\n<p>Zweitens d\u00fcrfen wir nach Einstein die \u00dcberzeugung vertreten, dass Materie und Energie sich im Wesentlichen nicht unterscheiden. Anstelle der ehemaligen \u2019ewigen Materie\u2019 k\u00f6nnen wir also eher von \u2019<span style=\"color: #00ffff;\"><strong>ewiger Energie<\/strong><\/span>\u2019 sprechen. Dar\u00fcber hinaus erkennen wir, dass eine Geburt von Gott nirgendwo erw\u00e4hnt wird, und dass ein sch\u00f6pferischer Gott in jedem Fall energetisch sein mu\u00df. Dies zeigt, dass Gott eine personifizierte Benennung ist f\u00fcr \u2019ewige Energie\u2019.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Hieran anschlie\u00dfend ist vielleicht das Interessanteste, dass die Mehrheit der Systeme auf die Einheit <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>Geist-Materie<\/strong><\/span>, die jedes Lebewesen ist, hinweist. Wer unter \u2019Makrokosmos\u2019 und \u2019Mikrokosmos\u2019 \u00fcber die Einheit <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>Energie-Materie<\/strong><\/span>\u00a0gelesen hat, die dem gesamten Kosmos zu Grunde liegt, f\u00fchlt die Parallele.<\/p>\n<p>Wir kommen zu der Schlussfolgerung dass es im Grunde kaum Bedeutung hat zu welcher Philosophie oder Glauben wir uns bekennen. Wir k\u00f6nnen f\u00fcr alle Systeme von dem Moment an Verst\u00e4ndnis aufbringen, in dem wir uns selber als eine <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>spirituelle Monade<\/strong><\/span> verstehen. Diese ist \u00fcber das tiefste Selbst nicht nur verbunden mit anderen geistlichen Elementen, sondern bildet damit eine <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>wesentliche Einheit<\/strong><\/span>. Also doch:<\/p>\n<p>\u2019Liebe deine N\u00e4chsten wie dich selbst\u2019 und \u2019Behandle deinen N\u00e4chsten wie du selber behandelt werden m\u00f6chtest\u2019.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein weiteres Beispiel ist die bekannte Aussage: \u2019Wir sind alle einanders Br\u00fcder und Schwestern\u2019. Auch dieses verstehen wir erst <em>wirklich<\/em> aufgrund der vorhergehenden Perspektive. Wir erinnern uns unter anderem an die Zielsetzung der Theosophie (\u00fcbrigens \u00e4hnlich im Sufismus und der Gnosis): das Streben nach einer \u2019universellen Bruderschaft\u2019. Ist das reiner Idealismus? Sicherlich <em>nicht<\/em>, denn hier gilt doch: Idealismus und Realismus scheinen <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>nur heute noch<\/strong><\/span> Gegens\u00e4tze.<\/p>\n<p>Die Bildung eines Kerns \u00e4hnlich gesinnter Menschen versuchten in der Vergangenheit schon viele. Dies kann an mehreren Orten auf der Welt gleichzeitig geschehen. Die Kraft der Gedanken ist Realit\u00e4t und die Energie geb\u00fcndelter Gedankenkraft ist allgemein bekannt. Selbst ein beschr\u00e4nkter Kern von Menschen kann bereits eine reale Energie liefern. Die TM-Bewegung (Tranzendentale Meditation) verfolgt ein \u00e4hnliches Ziel.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Lieber Leser, Sie entdecken in den verschiedenen Philosophien und Religionen die gleichen grundlegenden Lehren. Sie k\u00f6nnen die Geschichte aller fr\u00fcheren V\u00f6lker und Rassen nachlesen. \u00dcberall zeigt sich die archaische Weisheit als Quelle der \u00dcberzeugungen, die unter den Menschen lebten, einschlie\u00dflich ihrer k\u00fcnstlerischen \u00c4u\u00dferungen und Ehrbezeugungen.<\/p>\n<p>Die ehemaligen Widerspr\u00fcche zwischen Religion und Wissenschaft sieht man im letzten Jahrhundert radikal verblassen. Wir k\u00f6nnen jetzt die Einsicht erwerben, was die <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>einzige wahre Religion<\/strong><\/span> ist. Wir sind alle geistige Wesen und das h\u00f6chste, das wir entschleiern k\u00f6nnen ist unsere <em>wahre<\/em> Identit\u00e4t: unser tiefstes <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>Selbst<\/strong><\/span>. Mit diesem Schl\u00fcssel erschlie\u00dfen wir uns den <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>ganzen Kosmos und alles Wissen<\/strong><\/span>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dieses Wissen wurde in nahezu allen Kulturen gelehrt: im klassischen \u00c4gypten und im griechischen Altertum, bei den germanischen V\u00f6lkern in Europa und den mittelalterlichen Alchemisten, bei den Weisen in Tibet, \u00fcber die Tempel in Asien und die Geheimschulen im alten Indien, bei den Mayas, Azteken und Inkas im alten Amerika.<\/p>\n<p>Die archaische Weisheit ist die perfekte Balance zwischen den <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>Naturgesetzen<\/strong><\/span> (der inneren und \u00e4u\u00dferlichen Welten), die immer bestanden haben. Es ist die Synthese des <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>universellen Wissens<\/strong><\/span>, das -w\u00e4hrend aller Zeiten- von qualifizierten Lehrern, besonders Eingeweihten und gro\u00dfen Meistern (Mahatmas) unter die Menschen gebracht worden ist. Auch unsere Gegenwart steht dem v\u00f6llig offen gegen\u00fcber.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #99cc00;\"><strong>Praxis<\/strong><\/span><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Die folgenden Abs\u00e4tze beziehen sich nicht auf das Kapitel &#8216;Religionen&#8217;. Der Leser ist v\u00f6llig frei, anschlie\u00dfend davon Kenntnis zu nehmen oder es vorl\u00e4ufig zu ignorieren. Gleichzeitig ist der folgende Text ein willk\u00fcrliches Beispiel daf\u00fcr, wie wir unseren Vergleich verschiedener Systeme praktisch anwenden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Denn selbstverst\u00e4ndlich ist die ultimative Frage: was kann ich mit einem solchen Vergleich verschiedener Systeme anstellen? Auch wenn ich die Kraft sp\u00fcre, die in der Entdeckung der so genannten \u2019einzig wahren Religion\u2019 versteckt ist: dann wei\u00df ich doch nicht sofort, was ich damit ausrichten kann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es ist klar, dass alles auf das <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>bewu\u00dft werden meiner Selbst<\/strong> <\/span>als innere Quelle von allem was ich denke, will, sage und tue gerichtet ist. Nahezu alle Systeme berufen sich hierauf.<\/p>\n<p>In diesem Sinne bieten die Systeme gleichsam Unterricht in:\u00a0<span style=\"color: #00ffff;\"><strong>a<\/strong><\/span>) das Analysieren meines Tun und Lassens und\u00a0<span style=\"color: #00ffff;\"><strong>b<\/strong><\/span>) das Finden meines \u2019Weges\u2019.<\/p>\n<p>Die \u2019einzig wahre Religion\u2019 ist also -neben v\u00f6lliger Akzeptanz von allem was lebt- das wissend und wollend eintauchen in mich selbst, um \u00fcber die innere Dimension totale Harmonie, volkommenes Gl\u00fcck und ultimative Erleuchtung zu erreichen. Eine wichtige Methode dazu ist die Meditation (siehe auch bei &#8216;Pers\u00f6nlich&#8217;). Mit Meditation bekomme ich den notwendigen Unterricht durch eigene \u00dcbung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nach einer gr\u00fcndlichen t\u00e4glichen Praxis meiner Meditation, kann ich (als ersten Schritt) die \u2019andere Blickrichtung\u2019 gewahr werden (zu lesen als: die Betrachtung <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>von innen aus<\/strong><\/span>). Viele scheinen dies schwierig zu finden, aber sie k\u00f6nnen Unterst\u00fctzung in einem oder mehreren\u00a0 Systemen finden. In verschiedenen Religionen gibt es Gott oder den G\u00f6ttlichen Lehrer, der bei der Wahl der Richtung hilft. Dies k\u00f6nnen Passagen im Talmud, in der Bibel oder im Koran sein.<\/p>\n<p>Ein Beispiel ist der (biblische) Psalm 32,8 mit unter anderen dem Text: <em>\u2019Ich will dich lehren und dir den Weg zeigen\u2019<\/em>. Also ist eindeutig die Rede eines Weges: die vorher diskutierte innere Dimension (siehe auch bei \u2019Basisfragen\u2019). Unmittelbar danach folgt: <em>\u2019Ich will dich mit meinen Augen f\u00fchren\u2019<\/em>. Wie kann man klarer sagen, dass die \u2019Blickrichtung\u2019 auf diesen Weg von der Quelle heraus sein soll: <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>vom Selbst heraus<\/strong><\/span>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zusammenfassend: \u2019Unterricht in Blickrichtung\u2019 (bei eigener Regie Selbsterziehung oder \u2019\u00dcbung\u2019 genannt) f\u00fchrt zum \u2019Sehen des Weges\u2019. Vermutlich einer der ersten Empfindungen, die nach einer Offenbarung oder der notwendigen Meditation erkennbar wird, ist eine Art von <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>Dankbarkeit<\/strong><\/span> f\u00fcr das \u2019genie\u00dfen d\u00fcrfen\u2019 des Lebens. Denn:<\/p>\n<p>Solange jemand das Leben nur von seiner physischen Existenz aus betrachtet, scheint es mehr oder weniger selbstverst\u00e4ndlich, dass nach jeder Nacht schlafen der Alltag wieder normal weiter geht. Die einfache Frage \u2019<em>Was<\/em> eigentlich weiter geht\u2019 stellt sich den meisten zuerst nicht. Kein Wunder, dass viele das Gef\u00fchl haben \u2019gelebt zu werden\u2019.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Erst das Schauen aus der anderen Richtung, also mit dem Bewusstsein, dass ich mich selbst \u00fcber eine innere Lebensenergie (meine Quelle) von Tag zu Tag verwirkliche, verursacht untrennbar das dankbare, stille Staunen f\u00fcr diesen <em>nicht<\/em> selbstverst\u00e4ndlichen und <em>nicht<\/em> au\u00dferhalb von mir ablaufenden Prozess.<\/p>\n<p>Durch die Beobachtung mit den \u2019Augen\u2019 der (wohl oder nicht personifizierten) ewigen Energie &#8216;sehe&#8217; ich schlie\u00dflich die Welt um mich herum, die Natur, alle Dinge und mich selber in ihrer wahren Erscheinung: \u00fcber ihr Inneres. Dann verstehe ich, dass alles <span style=\"color: #00ffff;\"><strong>in der Wirklichkeit in erster Linie energetisches<\/strong><\/span> Existieren ist, auch wenn <em>noch keine<\/em> materielle Form vorhanden ist, oder wenn eine \u00e4u\u00dferliche Form <em>nicht mehr<\/em> damit verbunden ist.<\/p>\n<p>Dies als nur ein Beispiel zur Hilfe. Wir finden zahlreiche andere durch das Studium der Systeme.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n    <object classid=\"clsid:D27CDB6E-AE6D-11cf-96B8-444553540000\" id=\"swfobj_5\" width=\"840\" height=\"180\" align=\"none\">\n      <param name=\"movie\" value=\"http:\/\/www.levendleven.net\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/Fountain.swf\" \/>\n      <param name=\"align\" value=\"none\" \/>\n      <!--[if !IE]>-->\n      <object type=\"application\/x-shockwave-flash\" data=\"http:\/\/www.levendleven.net\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/Fountain.swf\" width=\"840\" height=\"180\" align=\"none\">\n      <!--<![endif]-->\n        \n      <!--[if !IE]>-->\n      <\/object>\n      <!--<![endif]-->\n    <\/object>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Religionen INHALT: Einf\u00fchrung\u00a0 \u00a0 \u00dcber den Titel\u00a0&#8211; Vertiefung + Erhebung &#8211; Wach lebst du sch\u00f6ner &#8211;\u00a0\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[10],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/lebendleben.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/84"}],"collection":[{"href":"http:\/\/lebendleben.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/lebendleben.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/lebendleben.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/lebendleben.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=84"}],"version-history":[{"count":57,"href":"http:\/\/lebendleben.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/84\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":397,"href":"http:\/\/lebendleben.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/84\/revisions\/397"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/lebendleben.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=84"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/lebendleben.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=84"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/lebendleben.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=84"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}